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Jüdischer Volksbote · 1913-08-01 · 29 (8.1913) · p. Seite 443

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1913
Issue
29 (8.1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 443 (sequence 9)
Language
German
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w — 419 Einhebe» vor «p« zu halten, da dann die ganze Gemeinde, auch Frauen »nd Kinder,! zusammen sind. DieS habe sich zn einem derartig festen Bestandteil de» synagogalen Gottesdienste» bcrauSgedildrt. daß Redner, al» er innerhalb 12 Jahren ein einzige» Mal diesen Vortrag auSfallen Uetz, auf den Widerspruch der Gemeinde gestoben ist. Ferner bringt Redner Beispiele von lehrerloscn Gemeinden, in welchen einzelne o-na •‘jya sich durch Anschaffung von e>tbo zum Selbstlernen und -lehren verdient machten. Lehrer Emanuel-Groß-Krotzenburg regt an. daß man den njw nicht nur am nav, sondern täglich abhalten solle, in Fällen, da keine cra >h>a da seien, da diese durch Berufsarbeit etwa von Hause entfernt sind, müsie nian den täglichen •ryv wenigstens mit den K.indern abhalten. Auch müßten alle Gemeinde» ihre Synagoge mit einem Ofen versehen laffen, damit selbst im Winter niemand einen scheinbaren Vorwand zum Fernbleiben vom T.y® haben kann. Arthur Meyer-Gelnhausen empfiehlt, die regelmäbigen bei Herrn Pro» - Rabbiner Dr. Bamberger in Hanau möchten doch außer den Lehrern, den c\na Hxa zugänglich gemacht werden, und dann mögen die Schiurim statt in Hanau jede Woche in einer anderen Gemeinde de» RabbinatSbezirkes stattfinden. Hierauf erwidert: Herr Prov.-Rabbiner Dr. Bamberger, daß dieser Anregung die Erfüllung M zeitlich vorangrgangen, daß die bereit» längst öffentlich sind, wenn auch die Beteiligung eine leider nur sehr geringe au» Kreisen von Privatleuten sei. Eine Einladung zur Abhaltung des -ny» in Gelnhausen nehme er gerne an. Daß e» Gemeinden gebe, die au» Furcht, daß sie den Lehrer für die Abhaltung de» tijw extra bezahlen müssen, lieber gar keinen -ny® halten lasten, beweist Redner an Hand einer Episode au» seinem eigenen Leben. Darum müffen die Lehrer in solchen Gemeinden erst recht darauf Hinweisen, daß sie für das Lehren in 'pn nun keinerlei Honorar beanspruchen. Wohl dürften die Vorstände vom Lehrer keine Extraleistungen umsonst verlangen, aber andererseits darf der Lehrer nicht das Lernen beschränken, weil er keine besondere Vergütung dafür erhält. Zeigt er. daß der Ernst und die Wichtigkeit de» nun-Lernens ihm heilige rrem ist. versteht er es, .mit Begeisterung seine Gemeinde zum Lernen anzuhalten, so wird auch ihm die Anerkennung nicht versagt werden. Und wie n’apn,;tau ist -cp c'rtf?, so wird denn auch endlich seine Mühe belohnt werten. Da niemand sich weiter zu Wort gemeldet, schließt die Diskussion mit kurzen Schlußworten der beiden Referenten, die nochmals einen kurzen Rückblick auf das Vorangegangene werfen, und damit die Vormittagssitzung, die durch ihren inhaltsreichen und interessanten Verlauf allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben dürste. Bor dem Auseinandergehen dankte Herr Arthur Meyer-Gelnhausen dem Herrn Proviuzialrabbiner Dr. Salomon Bamberger-Hanau in warmen Worten, namens aller Anwesenden, für die. P vortreffliche Leitung der Versammlung, sowie für die mühevollen Vorarbeiten. Um 1^ Uhr folgte ein gemeinsames Mittagessen das Herr Prov.- Rabbiner Dr. Cahn-Fulda durch min nr verschönte und das nach den angestrengten Verhandlungen angenehme Erholung bot und die Ueberleitung zur Nachmittagssitzung bildete. II. Sitzung der Nommission für ländliche Wohlfahrtspflege. Durch die Ausdehnung der Vormittagssitzung, die bei der Reichhaltigkeit des Programmes nicht einmal alle Punkte desselben zur Sprache kommen ließ, mußte die Nachmittagssitzung, die jetzt folgte, mit Rücksicht auf die Haupt« Versammlung, sehr beschleunigt werde».

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