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Jüdischer Volksbote · 1913-08-01 · 29 (8.1913) · p. Seite 439

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1913
Issue
29 (8.1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 439 (sequence 5)
Language
German
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339 — 415 — C'ion an Toten oder Lebenden übten, und wie sie auch hießen und sich betätigten, das erste und ober st e Postulat war die eingehendste Pflege des „Lernen 8". Heute bestehen in fast allen Gemeinden die nvnn, aber nicht so allgemein ist das Lernen. In der Stadt mit ihren vielen Institutionen ist das Lernen jedem, der will, leicht gemacht; der Eine besucht den iiy'tP des an, der Andere des pi, der Dritte wieder de- Privatmannes, oder den großen öffentlichen Vereinsschiur. Nicht so auf dem Lande, wo nicht nur die Befähigung des Lehrers, sondern auch die Aufnahmefähigkeit der Hörer ins Gewicht fällt. Wohl wird in den meisten Gemeinden ein regelmäßiger TijriP aus dem -piy jnStP nvp abgehalten, aber daß der Lehrer nur die trockenen Worte übersetzt, das kann doch keine Befriedigung auslösen. Redner sagt, daß er jüngst einem jungen Kollege», der ihn gefragt, wie er seinen Hörern den np'ti» intereffant gestalten könnte, und welches nco er empfehlen könnte, erwidert, er möge alles bei Seite lasten und nur das tpairt in seiner ungeschminkten Natürlichkeit, ohne jedes Hülfsmittel verwenden, eingehen auf den Geist des Wortes, auf den Sinn des Verses und dann möge er den Kommentar des großen genialen Gründers dieser Vereinigung. Samson Raphael Hirsch zur Hand nehmen und aus ihm, dem bisher noch unerreichten deutschen Kommentare, die Schätze wahren Geistesreichtum seinen Zuhörern bieten. Das Verständnis dieser Erklärung biete Gewähr für die Lust und Anregung zu weiterem Lernen. Nur muß der Vortragende die Begeisterung, die jeder Lehrer unbedingt zum Lehren haben muß, auch verstehen, auf seine Hörer zu verpflanze». Dann hält Redner es auch für erforderlich, daß der -njnr, den die man veranstaltet, in die Synagoge verlegt wird, denn erstens wirke das Milieu vertiefend und zweitens wird dadurch auch ein größeres Publikum daran interessiert. Aber nicht ein regelmäßiger allein soll es sein, sondern auch einen richtigen Vortrag soll der Lehrer allwöchentlich im Anschluß an den ny'iP bieten; weiterhin soll er jüdisch-politisches Jntereffe zu wecken suchen. So sollte er die Teilnehmer am Lernen bekannt machen mit der Tätigkeit der großen Vereinigungen und Verbände, ihrer Stellung zum überlieferten Judentume. Er soll ihnen das Leben großer Männer, die ihr Leben in den Dienst der min und miay gestellt, beleuchten, er mag ihnen sagen, was das Judentum verliert, wenn ein-Koninierzienrat Louis Feist /Xi, ein Dr. Israel Roos b"Xl von der Stätte ihrer reich gesegneten Wirksamkeit abberufen werden. Dann aber auch sollten die Gesetze an Hand des unübertrefflichen Chaurebs gelehrt werden. In einer derartig geleiteten Gemeinde wird sicherlich die Lust zum Lernen und die Freude daran die eifrigste Betätigung auslösen rwySi ne»1? 18^1 18^. Lebhafter Beifall lohnte die ausgezeichneten Ausführungen des Referenten, dem Herr Provinzialrabbiner Dr. Bamberger nochmals in kurzen Worten warmen Dank aussprach. Vor Eintritt in die Diskussion läßt Herr Prov.-Rabb. Dr. Bamberger darüber abstimmen, ob das zweite Referat, das mit dem ersten vieles gemein haben

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