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Jüdischer Volksbote · 1913-04-01 · 27 (4.1913) · p. Seite 379

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1913
Issue
27 (4.1913)
Date
1913-04-01
Page
Seite 379 (sequence 9)
Language
German
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379 Geleit zu geben; ist einem letzteres nicht möglich, so erhebe er sich, während der Tote vorbeigeführt wird, ihm zu Ehren von seinem Platze. . . Es werde jeder Aufwand bei der Bestattung vermieden, eS sollen auch Reiche nicht mit kostbaren Totengewändern eingekleidet werden . . ., auch meide man heidnische (abergläubische) Bräuche. . . Die Leiche einer Frau must früher zur Rübe bestattet werden, als die zu gleicher Zeit der Beerdigung harrende Leiche eines Mannes" (341 bis 369). Während der siebentägigen (unter Jnuehaltung bestimmter Gebräuche verlaufenden) strengen Trauer zieht sich der Leidtragende vom beruflichen und gesellschaftlichen Leben zurück mit Ausnahme des Sabbath, an welchem er am Gottesdienst der Gemeinde teilnimmt. Die Freunde kommen, um ihn zu trösten wehrt er jedoch ab, so dränge man sich ihm nicht ans . . . Nach Verwandten ist eine dreißigtägige, nach Vater und Mutter eine zwölfinonatliche Trauer vorgeschriebcn (367—395). Die sieben- und die dreißigtägige Trauer wird durch die Einkehr eines religiösen Feiertages gemildert bezw. ausgehoben (399). Die Wunde. Von Dr. ven 8ion. (Fortsetzung). Wer ängstlich ist, kann ja jede Wunde zur Sicherheit in diesen Flüssigkeiten baden, obwohl das, wie gesagt, meist nicht nötig ist; wichtiger ober ist, daß möglichst bald, nachdem die Wunde entstanden ist, Blut hinourchströmt, sei es von selbst, oder auf Druck. Man wasche und reibe nicht mit jenen Flüssigkeiten, sondern überspüle das Innere der Wunde mit ihnen oder gieße die M Flüßigkeit auf ein sauberes Bäuschchen Mull und betupfe damit die Wunde. Die essigsaure Tonerde, eine Flüssigkeit, erhält man in jeder Apotheke oder Droguerie, man gießt von ihr einen kräftige» Schuß auf eine Taffe Waffer, und die Lösung ist sofort gebrauchsfähig. Wer Borsäure benutzen will, kaust am besten fertiges »Borwaffer^ das gleich unverdünnt benutzt wird. Natürlich kann man sich das Borwaffer auch selbst bereiten. Man kauft reine Borsäure (in Pulverform) und läßt 1—2 Teelöffel sich langsam in warmen Waffer auflösen. Effigsaure Tonerde zu benutzen ist bequemer, da sie sich sofort mit kaltem Waffer mischt. Man kann auch, wenn man fürchtet, die Wunde sei zu unsauber, nach der Abblutung ein keimtötendes Pulver in feiner Schicht auf die Wunde stäuben. Am beliebtesten ist das Dermatol, wovon man eine ganz kleine Menge aus der Apotheke holt; eS ist ein gelbes Pulver, das vor dem früher beliebten Jodoform den Vorzug der Geruchlosigkeit hat. Die erwähnten Mittel

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