Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1913
- Issue
- 26 (1.1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 365 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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365 Das Entzünden des Sabbathlichtes (Bild des strahlenden häuslichen Glücks) ist vornehmlich Sache der Hausfrau, durch deren segensreiches Willen das Haus erblüht . . . Das Anstimmen des Sabbathpsalms (Ps. 92) durch die im Gotteshaus Versammelten gilt für die ganze Gemeinde als der feierliche Sabbathbeginn" (263). Nur schön und hell brennendes Licht und nur wohlschmeckenden Wein, diesen mit gefülltem Becher (Bild der Segensfülle), verwende nian bei der häuslichen Sabbathfeier (um sie auszu zeichnen) . . . Zwei überein andergelegte Brote seien auf dem Tisch sum den durch die Sabbatheiukehr empfundenen Segensüberfluß und die Verdopplung der Mannaspende (2. B. M. 16, 22) zu vergegenwärtigen) . . . Sabbath - Gesänge sollen bei der Tafel angestimmt werden ... Ein schöner Brauch ist es, vor dem Mahl den jeweiligen Sabbath-Abschnitt aus der heiligen Schrift m lesen . . . Die Thoravorlesung bildet einen wesentlichen Teil des Sabbathgottesdienstes . . . Nach Beendigung des jeweiligen Thoraabschnitts (in der Synagoge) wird ein dem Inhalt des verlesenen Thoraabschnitts entsprechendes Stück aus den Propheten (Haftara) verlesen* (281—285). Die Trauernden und Kranken die man am Sabbath besucht, erinnere man an den Sabbath. um sie die tiefen seelischen Wirkungen dieses Tages empfinden zu lasten (287). Man halte am Sabbath (um ihn gegenüber de» Werktagen auszuzeichnen) mindestens drei Mahlzeiten: eine am Freitag Abend und zwei am Tage* (291). Mit dem Beschluß des Sabbath zögere man bis zum Eintritt völliger Dunkelheit (der Nacht zum Sonntag) und nehme die Werktagsarbeit nicht eher auf, als bis man den Sabbath durch den Akt der „Habdalah* feierlich verabschiedet hat . . . Einen Habdala-Spruch (über die Unterscheidung zwischen Sabbath- und Werktag, zwischen Heiligem und Profanem) schalte man schon im Abend-Gebet, bei Sabbats-Ausgang, ein, und zwar in dem Stück atta chonen s,Du begnadest den Me ischen mit Erkenntnis . . .", (denn die rechte Erkenntnis befähigt uns erst zu dieser grundlegenden A Unterscheidung) . . . .Zur Habdala gehört Wein (Zeichen der Freudigkeit), Licht (Feuer: Sinnbild der Arbeitsproduktion) und duftendes Gewürz (dessen Einatmen das Jn-sich-aufnehmen uud bewahren des belebenden Sabbathgehalts symbolisch darstelll. 293—294. 296. 299—300). . Fortsetzung folgt. Die Wunde. Von vr. ven Sion. (Fortsetzung). Wie haben wir uns also bei kleinen Verletzungen zu verhallen, wenn wir die Tatsachen, die wir in den vorigen Aufsätzen festgestellt haben, berücksichtigen wollen? Zunächst zieht die Bluiung die Aufmerksamkeit auf sich. Wir haben bereits früher ausgeführt, daß es törichl ist, die kleinste Blutung