Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1912
- Issue
- 25 (11.1912)
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 346 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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346 die Ladentafel, das heißt heute den Tanzsaal, blank fegte und wie Thanuckaleuchter 13 gebetet» wurde, für die Musik zu sorgen, was er auch versprach. Tr war nämlich kein so übler Geselle, wie man seiner Nummer nach hätte meinen können. Nein, ganz im Gegenteil; er hatte sogar Musik im Leibe. Eswar zwar immer nur „Moaus zur", was er spielte, also durchaus kein Walzer oder Rheinländer, aber seinen Zuhörern war es die schönste Vallmukk! Und so begann endlich das Fest. Der erste der erschien war unser Trendel! Nach und nach Immen die andern Vas Ehanuckalicht war doch noch frisiert worden, hatte sich trotzdem aber noch nicht ganz getröstet. Das geschah erst, und doch sehr respektvollen wurde. Ueberall war eine es gar nicht schildern kann flamme tat ihr Möglichstes, aber die Pflicht ging vor. als es von dem „Levin" mit einer mitleidigen Verbeugung zum ersten Walzer engagiert Pracht, ein Glanz und eine Freude, wie ich. Ich wünschte nur meine lieben Leserinnen* wären auch mit dabei gewesen und ebenfalls zur Frantzaise aufgefordert worden, wie eben jetzt ein« schöne „Hanna" im blauen Samtkleide. Vas Trendel lief fast Gefahr, zr schmelzen, trotzdem es echt Silber war, wie Herr Brendel jedem Käufer versickerte. Die Damen „Licht" waren auch schon sehr weich, weniger vor Rührung als vor Wärme; denn die Gas- Sie hätte zwar auch sehr gerne mitgetanzt, Thanuckaleuchter 13 hätte geradezu einen Preis verdient! So lockend und weich klang sein „Moaus zur" dah es selbst den ältesten Ballmüttckrn in den Füßen zuckte, und daß die „Rntiquarischen" beinahe Sprünce gemacht hatten. Sie besannen sich aber noch und halfen sich dadurch, daß sie ein philosphisches Lächeln aufsetzten, vcn ihren Plüschsofas aus weidlich über die )ieses Gewirr von Stimmen, die lNustk, die während die Ballmütter lieben Nächsten Herzogen. Helle, die festliche Stimmunc — es war ganz herrlich. un während unsere Freui schwebte Brendels Ernestine, Regionen. Nein, ganz im zuvor den Rrm verbrüht ihrer keineswegs taktvollen angenehm, auch das andere beides zusammen hätte sogch um wieviel mehr die der Ernestine, wer kann es hineinbrummte und von Mit der Zeit aber genügte Hausapotheke ihrer herrsch damit wenigstens das unau Hausapotheke aber befand zum Laden führte. Rchzeni nestine zu dem Rasten, der in sich barg. Unwillkürlich de also im „siebenten Himmel" schwebten, die biedere Köchin durchaus nicht in diesen ■ begenteil! Sie hatte sich nämlich am Tag d litt außerdem noch unter dem Eigensinn Zähne. Vas eine allein ist schon sehr unwünsche ich meinen lieben Lesern nicht, aber c die Geduld des Sanftmütigsten erschüttert, ohnehin schon etwas brummig veranlagten hr also verdenken, wenn sie gehörig in sich ihrem Lager aus ihre Schmerzen verwünschte? ihr auch das nicht und so beschloß sie, die aft nach irgendwelchen Mitteln abzusuchen, ^stehliche Bohren im Zahn aufhöre. Besagte ich im Korridor, dicht neben der Tür die und stöhnend schleppte sich die brave Erdas Werkzeug zur Linderung ihrer Schmerzen sah sie in den Laden, und da Herr Brendel