Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1912
- Issue
- 25 (11.1912)
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 342 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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842 die wir hier nicht zu besprechen haben, vorher die Haut des Patienten, seine eigenen Hände, dse Tücher, die Instrumente u. s. w. von Keimen befreit. Es ist praktisch sehr wichtig zu wissen, daß eS fast nie gelingt, die Bakterien völlig von der Wunde fernzuhalten, daß dies aber völlig belanglos ist, weil es für einen ungestörten Heilungsverlauf genügt, .daß die Zahl der Bakterien -eine geringe ist. Asepsis ist stets der Antisepsis vorzuziehen. Statt also mit einem unsauberen Instrument — und ein jedes, mag eS noch fo sauber ausfehen, ist für die Wunde zu unsauber — in die Wunde hineinzufahren, um sie zu „reinigen", und statt hinterdrein sie wieder mit essigsaurer Tonerde zu waschen, ist es für den Laien in den meisten Fällen sveit ratsamer, beides zu unterlassen, weder ein Instrument zu benutzen noch nachtzuspülen, sondern, — wenn nicht ganz grobe d sichtbare Verunreinigungen vorliegen — die Wunde so zu lassen, wie sie ist, und mit einfachem sauberem Mull zu bedecken, nachdem man sie ein wenig hat bluten lassend Meist wird dann die Wunde leicht heile». Liegt eine Verunreinigung vor, so überlasse man deren Entfernung dem Arzt. Auch dieser wird die Wunde möglichst unberührt lassen, und. falls er schon ein Instrument benutzen wird, dasselbe vorher auskochen und so kurz und schonend wie möglich verwenden. Mit diesen Bemerkungen sind wir aber bereits mitten in der praktischen Frage, wie der Laie sich bei den alltäglich vorkommenden kleinen Verletzungen verhalten soll!. Die Kenntnis der wenigen allgemeinen Tatsachen, die wir hier besprochen haben, wird genügen, um dem Leser all das, was er bei der Wundbehandlung M tun und zu lassen hat, als selbstverständlich erscheinen zu lassen.; Wir wollen also im folgenden Kapitel unser Verhalten gemäß den Obigen Grundsätzen feststellen. Der gestörte Thanuka-Vall. Lin Diese Erzählung ist dem Jahr 5673entnommen.!Härchen von Anna Grad*. ..Jüdischen Jugendkalender für das wir verweisen auf das Inserat auf der Umschlagseite. Ls war Nacht, ti'fdunkle, pechschwarze Nacht. - Die am Lage so belebten Straßen waren still, die Häuser mit den sonst so Hellen, bunten Läden lagen in tiefster Ruhe und die ganze Stadt war wie ausgestorben. — Jetzt schlug es 12 vom Rathaus. In dem großen Laden an der *1 Die Verfasserin ist 15 Jahre alt.