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Jüdischer Volksbote · 1912-11-01 · 25 (11.1912) · p. Seite 337

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1912
Issue
25 (11.1912)
Date
1912-11-01
Page
Seite 337 (sequence 7)
Language
German
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337 Körperlage beten, und fällt dem Kranken das Beten mit Worten schwer, so beschäftige er sich in Gedanken mit dem Inhalt der Gebete , . . (94). Die Körperhaltung bei der Tefilla sei eine angemeffene, von jeder Nachlässigkeit freie, es' komme in ihr Aufmerksamkeit und tiefe Demut zum Ausdruck, der Sinn sei „zu den himmlischen Höhen gerichtet; darum muß alles, was die Andacht stören könnte ferngehalten werden . . . man spreche deutlich die Worte aus und vergegenwärtige sich, daß nian vor dem König der Könige steht, der die Gedanken des Menschen kennt. Gelang eS doch auf solchem Wege . den Frommen, sich zu schier prophetischem Geistesflug emporzuheben „ . ., dahin führen nur Gedankeü, die demütig stimmen und an Gott erinnern . . . Der Ton sei ein bescheiden-flehentlicher . . ., vertritt doch das Gebet den Opfergottesdienst '. . .. nicht aber stelle man sich ^in stolzem Selbstgefühl hin, als hätte man Anspruch auf Erfüllung " der Wünsche, vielmehr erwarte man die Gewährung als einen Akt göttlicher Gnadenfülle" (98). „Das Beten in betrunkenem Zustand, in welchem man es nicht wageir würde, vor seinen König hinzutreten, ist verabscheuungswert" (99). „Man richte seine Aufmerksamkeit auf den Sinn der gesprochenen Benediktionen . . ., man spreche die Worte deutlich und möglichst vernehmhar aus . . ., betet man jedoch im Verein mit der Gemeinde, so unterlasse man unbedingt das laute Beten, um die Anderen nicht zu verwirren . . . Man meide überhaupt jede Störung der Mitbetenden . . ." (101. 102). „Man unterbreche nicht die Tefilla, es sei denn, daß ein Notfall (Gefahr) vorliegt" (105). „Wer ins Lehrhans geht, bete vorher: ,Laß mich, mein Gott, nicht irregehen und nicht Andere irreleilen beim.Forschen V; beim Weggang aus dem Lehrhaus spreche inan: ,Jch danke Dir mein Gott, dafür, daß du mir das Glück beschieden hast, zu denjenigen zu gehören, die sich mit deiner 'Lehre befassen' . '. ." (110). „Bei Beginn der Tefilla sowie bei der Benediktion des Dankes (moäim) verbeuge man sich. . Während der Vorbeter die Worte woäim ^»uaednu . . . s.Wir danken Dir, o Gott," . . .] rezitiert, verbeugt ^sich die ganze Gemeinde" (113. 124. 127), „Das Erste, um tyas wir in der Tefilla beten, ist Einsicht und Vernunft (in der Anediktion atta chonen), denn darin besteht unser Vorzug gegenüber dem Tiere . - ." (115). „Hört man Gott preisen, so stimme man ein: ,Gelobt sei er und gelobt sei sein Name!', und beim Schluß einer Benediktion mit dem Wort: ,Amenwodurch man seine innere Zustimmung zu dem Gehörten bekundet. . . Das Plaudern während des lauten Rezitierens der Tefilla durch den Vorbeter ist eine arge Verfehlung" (124). Besteht eine zum Gottesdienst versammelte Gemeinde aus lauter Kohanim (denen bei bestimmten gottesdienstlichen Funktionen sonst der Vorrang gebührt) bis auf einen Nichtkohen, so soll man diesem letzteren, aus Rücksicht den Vortritt lasten" (135). „Aus einer Thorarolle, in welcher ein störender Schreibfehler entdeckt wurde, darf (vor erfolgter Korrektur) nicht weiter vorgelesen werden"

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