Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1912
- Issue
- 25 (11.1912)
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 335 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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— 335 — Gott richten, der es uns durch seinen Propheten verkündete: uh *i3i. „Nicht durch Heeresmacht^und nicht durch Körperkraft, sondern durch meinen Geist, spricht der aber ist der Geist der Thora. Ewige der Heerscharen". Dieser Geist Das Sinnbild des N3un-Festes, das uns an die Siege der Makkabä:r erinnert, ist das Licht und von der Thora heißt es ebenfalls: ntt mim rrwo u '3 „Ein Licht ist das Gebot und die Lehre eine Leuchte". Sie hat uns vorangeleuchtet auf den dunklen Wegen unserer Geschichte, hat unseren Geist erhellt und unser Herz erwärmt, hat uns! Kraft und Ausdauer gegeben. Sie müssen wir pflegen, dann könsien wir auch künftigen Gefahren mit Ruhe entgegensetzen. 'n iurmi cpic? nbxi zdt: ' „Diese mit Wagen, jene mit Rossen, wir, aber rufen den Namen des Ewigen unseres Gottes". U. J>ex Schutcbcln-Avuch*). (Fortsetzg.) - Znm Gemeinde-Vorbeter eignet sich nur ein gut beleumundeter, bescheidener und beim Publikum wohlgelittener Mann, der mit einer angenehmen 'Stimme begabt und im Thoravorlesen gewandt ist ...; wo man vergeblich nach einem solchen gesucht, übertrage man die Vorbeterfunktion einem durch Thoragelehrsamkeit und religiösen Wandel ausgezeichneten Gemeindemitglied .... Die Rücksicht auf die Würde der Gemeinde fordert, daß der Vorbeter möglichst reiferen Alters sei . . . So lobenswert es ist, wenn der Vorbeter das ^Gebet, entsprechend seiner innersten dankerfüllten Herzensregung, ^langsam vorträgt, so unschön ist es, wenn er dies aus Eitelkeit tut. Ans alle Fälle verbietet sich ein zu langsames Rezitieren, mit Rücksicht auf die Ermüdung der Gemeinde . . . Man d'änge nicht unbescheiden an das Betpult heran, wenn einem die Ehre der Vorbetersunktion übertragen wird . . . Einen Vorbeter seines Amts zu entheben, ist nicht angängig, es sei denn, daß er die Würdigkeit eingebüßt hat" (53). — „Beim Sprechen des „Sch'ma Jisroel" sei das Bewußtsein von der Bedeutung dieses Aktes und von ehrfurchtsvoller Andacht erfüllt. Der Satz ,ascher onauclii mezawecbo )>ajjaum‘ (--- „welche ich Dir heute gebiete"; 5. B. M. 6, 6) hat den *) Der Schulchan Aruch von Rabbiner vr. Liebermann. Zweite erweiterte Auflage. Berlin 1912 M. Poppelauer. 40 6. Preis bO Pfg. broich. Mk. I.- geb.