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Jüdischer Volksbote · 1912-07-01 · 23 (7.1912) · p. Seite 310

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1912
Issue
23 (7.1912)
Date
1912-07-01
Page
Seite 310 (sequence 16)
Language
German
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— 310 ~ .Und wie gelangte Abraham", fragte Clemens, „zur Erkenntnis des einzigen Gottes?" .Der König Nnnrod", entgegnete Akiba, .an dessen Hofe Therach, der Pater Abrahams lebte, wollte diesen gleich nach seiner Geburt tödten lassen. Da verbarg Therach ihn und seine Mutter viele Jahre lang in einer Höhle. Als Abraham die Höhle verließ, erblickte er all Äe Erscheinungen, die uns alltäglich sind, mit großem Erstaunen. Er fragte nach der Entstehung der Sonne, des Mondes, der Sterne, der Erde, der Berge, der Flüsse, der Bäume, der Titre, der Menschen. Er konnte nicht begreifen, daß die Götzen aus Holz und Stein, diese schöne vollkommene Welt erschaffen haben sollen. — Sie haben, sprach er zu sich, einen Mund und reden nicht, sie haben Augen uüd sehen nicht, sie haben Ohren und hören nicht, sie haben eine Nase und riechen nicht; mit ihren Händen können sie nicht greifen und mit ihren Füßen nicht gehen und kein Laut wohnt in ihrer Kehle. — Durch langes, eifriges Nachdenken gelangte Abraham endlich zu der Erkenntnis des einzigen, allmächtigen, unsichtbaren Gottes!. Und Gott offenbarte sich ihm, und lehrte ihn die höchste Wahrheit. Da zerschlug Abraham die Götzenbilder seines Vaters, und als Nimrod ihn deswegen ergreifen und in den feurigen Kalkofen werfen ließ, rettete ihn der allmächtige Gott, und befahl ihm, auszuwandern nach den Ufern des Jordans. Hier verkündete Abraham den Namen Gottes und erzog in seinem Sinne seinen Sohn Jizchak, den ihm Gott im späten Alter geschenkt hatte Jizchaks Sohn, Jacob, wurde der Stammvater unsres Volkes, und seinen Nachkommen verlieh der allmächtige Gott das Land, welches er dem Abraham verheißen hatte". .Auch wir wollen uns bemühen", sagte Clemens, .den erhabenen Dingen, die Du uns gelehrt, eifrig nachfudenken Meine Gattin und ich, wir finden keine Beriedigung in der Üehre von den vielgestaltigen Göttern unsrer Nation. Domitian haü keine Kinder; Domitilla und ich, wir sind! seinein Blute die nächsten; vielleicht wird er mich oder einen meiner beiden Söhne an Kindesstatt annehmen; usid wenn ich oder mein Sohn mit dem kaiserlichen Purpur bekleidet sein werde, dann wirst Du von mir hören, Akiba!" Nachum uni> seine Begleiter kehrten nach Judäa zurück. Als sie -nach Brundisium kamen, vernahmen die räuberischen PZirte mit großem Erstaunen von der wunderbaren Eigenschaft, welche der Erde innewohnen

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