Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1912
- Issue
- 23 (7.1912)
- Date
- 1912-07-01
- Page
- Seite 304 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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304 hagaumel, und die Gemeinde antwortete einstimmig: »Er, der dir so viel Gutes erwiesen hat. möge dir immerdar nur Gutes erweisen, Selah." An jenem Tage wurde die Stube bei den Eltern unseres Fritz nicht leer von Besuchern. Jeder wollte den tapferen Soldaten sprechen, jeder a»8 seinem Munde hören, wie ihm die Thephillin das Leben gerettet hatren. — flltjiidisdK Trömmiglteit. I. DaS Buch der Frommen (Fortsetzung). (2m Auszug.) 76 (i7ä) 181. Dreier Angesicht zu schauen soll man meiden: eines Götzenbildes, eines Weibes, eines BSsewichts. Zum Joram sprach Elischa, dich sollte ich nicht anschauen und nicht ansehen. Die Sunamiterin blieb an der Türe stehen als Elischa mit ihr sprach, und Hiob spricht, wie sollte ich mit sinnendem Auge eine Jungfrau betrachten! Vom Götzentums aber heißt es, wendet euer Angesicht nicht den Göttern zu! Und als Gott dem Ezechiel die in seinem Tempel götzentümlich glorificirte Unzucht zeigen wollte, heißt es nicht nsriKi nm, sondern rmox -[n -pry tu roiex "pi TJ? u. s. w. Zur Lebensrettnng dürfen alle drei angeblickt werden. Jonadab der Rechabite ging in den Götzentempel damit kein Schuldloser getötet werde. Bon den Engeln heißt es, sie faßten Lot, seine Frau und seine beiden Töchter bei der Hand und Jakob blickte auch zur Versöhnung zu Esau auf. Allein ein lüsterner Blick ist selbst zur Lebensrettung unerlaubt, davon heißt es .um* xbl nio\ lieber sterben als anschauen. So darfst du auch keinen Menschen ansehen, wenn er sich vor dir schämt. So wenn Jemand einem Armen nacheilt, um ihm Almosen zu geben und sich schämt wenn es Jemand sieht, oder es trüge Jemand auch nur etwas auf den Markt zum Verkauf, oder täte eine Arbeit, oder selbst in seinem Hause und würde sich schäme», wenn ihn Jemand sehe: so entferne dich und sieh ihn uicht. So bleibe auch nicht gegenwärtig wo andere speisen, wenn dies sie etwa geniren möchte. 77 (l79). Vermeide es, Frauenzimmer zu Mitbewohnern deines Hauses aufzunehmeu damit du sinnliche Reize meivest. Wohne in keinem Hause, das von stteitsüchiigen Leuten frequeutirt wird, die dich oder sich zum Schwören bringen. Hast du Kinder, wohne in keinein Hause, von dessen Mitbewohner deine Kinder nichts Gutes lernen können. Wohne in keinem Otte, dessen Bewohner sich in zusammenhaltende Familien gruppiren. Dort findet keine bessernde Vorstellung Eingang weil jede Familie ihr Glied