Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1911
- Issue
- 18 (9.1911)
- Date
- 1911-09-01
- Page
- Seite 313 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4903180-5965939-5965971--395-4903550- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
313 und stärken sollen. Reizend« Märchen- und Geschichtenbücher für di« Kleinen noechseln mit köstlichen belletristischen Bändchen für die Großen ab; von Begeisterung erfüllte Biographien der Tenoim und Rmauroim, der Lehrer der Mischno und Gemoro werden durch Lebensschilderungen der Großen der jüngsten Vergangenheit ergänzt; cs gibt Abhandlungen aus dem Reiche der Natur, wie sie sich im Geiste des Judentums darstellt und schließlich kommt auch die Poesie mit einem vor- Ttragsbüchlein für Haus und Schule zu ihrem Recht. So kann ein jeder ein Büchlein nach seinem Geschmack finden; es wird ihm Lreude machen, und er wird in seinen Mußestunden mit Liebe zu ihm zurückkehren. — Zn diesen Tagen hat nun der Verlag der Jugend eine besonder« Freude -gemacht und gleichzeitig eine völlig neu« literarische Gabe gespendet. Tr hat «inen Jugend-tlalenber für da» Jahr 5672 heransgegeben, der zu einer dauernden Einrichtung des Verlags werden und von unserer Jugend mit Jubel Gegrüßt werden wird. ver Jugend-Kalender ist 84 Seiten stark, mit Buchschmuck ausgestattet und -wird gewiß — wie das Vorwort meint — ein Freund der Jugend werden. Tin jeder Monat bringt in kurzer Fassung neben dem Kalendarium seine Ereignisse und ihre besonderen Vorschriften; das letzte Jahr kommt mit einer packenden Biographie des leider zu früh Heimgegangenen Hirsch Hildesheimer zu Wort; «inen Gruß aus dem heiligen Lande bilden liebevoll« Schilderungen der Kolonien und Jerusalems, und die Geschichte ist mit einem 'Lebensbild unseres Lehrers R a s ch i vertreten. Ts folgen wunderhübsche Erzählungen, Gedicht«, Rätsel, Preisausschreiben und eine Fülle von Aussprüchen aus Talmud und Midrasch, die den jungen Lesern unvergängliche lveisheitssprüche lehren sollen. Vas Büchlein kommt zur rechten Zeit, denn «in schöneres Bausch hasch on oh-Gefichenk läßt sich nicht denken. Sum Schluss«, ist von noch einer Gabe für die ganz Kleinen zu berichten, -die geeignet ist, «in dauerndes Requisit jeder jüdischen Kinder st ube zu werden und sich die Herzen der kleinsten im Sturme zu erobern. Ls ist dies ein Jüdische» Bilderbuch, 'das «in« durchaus originelle jund liebenswerte Erscheinung des Verlages darstellt. Lin jüdisches Bilderbuch! Auch di« ganz Kleinen, die noch nicht einmal irecht sprechen können, sollen hier in ihrer Sprache und mit ihren Augen von den Schönheiten des Judentums, hören und sehen, und — ein jeder weiß es - gerade diese halb unbewußten Eindrücke frühester Kindertage haben eine wunderbar unwerlierbar« Kraft und klingen nach durchs ganze Leben. Ver Jüdische volksschristen-verlag hat die Kinderschuh« ausgezogen. Er hat uns «inen Beweis seines Könnens gegeben, und wir sind feine Freund« geworden. wahren wir ihm die Treue, und wir werden noch Großes von ihm er» aoarten 'dürfen.