Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1911
- Issue
- 18 (9.1911)
- Date
- 1911-09-01
- Page
- Seite 309 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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"809 'Frauen und Mädchen sich zur Uebernahme von Heimarbeit bereit erklären, mährend es in der Natur der Sache liegt, daß die Fabriken und sonstige» Arbeitgeber nur bei einer Art Maffenvergebung von Arbeit nach dem gleichen Bezirke ihre Rechnung finden. Diese Zersplitterung erschwert vor allenDingen ims Einlernen znnächst der geeigneten Kräfte. Wir beabsichtigen nun, ver- -suchsweis« aus jedem Bezirke eine Dame nach Frankfurt kommen zu lassen, avo das Einlernen zunächst für die Schürzensabrikation stattfinden soll. Die Betreffenden müßten sich verpflichten, ihrerseits die erworbenen Kenntnisse in der Heimat an einen weiteren Kreis von Mädchen und Frauen weiter zu übermitteln. Wir sind überzeugt, daß bei rationellem Borgehen sich eine immerhin -nicht wertlose Einnahmequelle für einen Teil der ländlichen Bevölkerung .auf diese Weise erschließen läßt. Weitere Auskunft über Details erteilt i>tr Vorsitzende der Kommission, Herr Louis Kahn, Frankfurt a. M , Langestraße 51, bereitwilligst. c) Landwirtschaf tl i cher Nebenberuf. Auf diesem schwierigen Gebiete sind noch eine Reche von Vorarbeiten tJU erledige», bevor konkrete Mitteilungen gemacht werden können. Die in einer derletzten Sitzungen ferner besprochene Frage der Beschränkung des Detailreisens ist z. Zl. noch nicht aktuell. Wir bitten .jedoch, daß alle Geschäftsleute unter unseren Mitgliedern, die sich für die Frage, sei es aus eigenem sei es aus allgemeinem Interesse, interessieren, sich mit Herrn David Reis in Heilbronn in Verbindung setzen wollen. Aus dem Lande. Reise et »drückte von L. Der Monat Juli wird von manchem Städter freudig begrüßt. Di« Schulferien nehmen ihren Anfang, und der vielgeplagt« Familienvater rüstet sich mit l$rau und llind zur Badereise und schüttelt die lästtgen Berufrsorgen für kurz« Äeit von sich ab. Auch mich trug der Dampfwagen in die Ferne. Aber nicht an einem Platze wollt« ich verweile», sondern schöne Legenden durchwandern und Land und , X«ute kennen lernen. Dabei versäumte ich nicht, mich überall, wo jüdisch« Gemeinden bestanden, nach ihren Derhältnissen zu erkundigen. Einig« der gewonnenen Einblicke mögen hier in bunter Folge wiedergegeben werden.