Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1911
- Issue
- 17 (6.1911)
- Date
- 1911-06-01
- Page
- Seite 297 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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297 'Rote Rüben stehen. Auf der unteren Hälfte habe ich Schwarzwurzeln. DaS abgeerntete Mittelbeet wird mit Radieschen neu besät. Jetzt kommt der Weg von zwei Rabatten eingefaßt. Ein paar Blumen, 5 Schnittlauchstöcke, ebenso die Petersilie für den Herbstbedarf haben hier ihren Platz. 8. Beet. Buschbohnen; hinterher versuchts man noch einmal mit Karotten. 9. Beet. Kopfsalat der im Verbände gepflanzt ist; dazwischen Lauch der den Winter über stehen bleibt. 10. Beet. Weißkohl. 11. Beet. Kopfsalat als Vorfrucht, dann Winterwirsing. 18. Beet. Stangenbohnen; deshalb aus Ende gestellt um den anderen Beeten nicht Sonne und Luft zu nehmen. I Dahinter stehen zwei stattliche Komposthaufen, die Vorratskammer an Kraft und Nahrung für unsere Pflanzen. So ungefähr sieht meine Ordnung aus; im nächsten Jahre wechsle ich. Je nach Geschmack und Bevorzugung einer Gemüsesorte oder wegen klimatischer Einflüße kann die Ordnung geändert werden; Hauptsache ist, daß überhaupt eine Ordnung aufgestellt wird. Mein Gärtchen ist mit einem Lattenzaun umgeben. Wo es angeht, zieht man hinter dem vorläufig errichteten Staket eine Weißdornhecke. Die einzelnen Stecklinge werden fleißig angebunden und durcheinander verflochten. In ein paar Jahren gibt das eine solide, stachlige Mauer, über die so leicht kein Spitzbube klettert. Euern Vögeln macht ihr damit ein feines Brutplätzchen zurecht. Und nun Glück zu im neuen Reich, im eignen Gärtchen! Es fällt kein Meister vom Himmel und Gartenpflege will auch gelernt sein. Aber was wir selbst gebaut haben, schmeckt noch einmal so gut wie das gekaufte und ist noch einmal so billig! (Sohnrey-Loeber, Glück ans dem Lande). -Illiüüircde Trömmlgkeit. I. Das Bach der Fromme». (Im Auszug.) (Fortsetzung). 39 (70,74,7»). Aergere dich nicht, Aerger bringt Irrtum. Als MoseS über die Heeresleute zornig ward, vergaß er, sie das Gesetz über die Behandlung der Speisegeräte zu lehren. .Wirf den Zorn aus dem Herzen, so wirfst du Leid aus dem Leibe!" Es ist dies die allerniitzlichste SinneSweise. Spricht Jemand Ungebührliches über dich oder wider dich, stecke die Finger ins Ohr. Dazu sind ja, wie ein Wort der Weisen lautet. )