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Jüdischer Volksbote · 1910-08-01 · 12 (8.1910) · p. Seite 198

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1910
Issue
12 (8.1910)
Date
1910-08-01
Page
Seite 198 (sequence 6)
Language
German
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198 gehende gutachtliche Steuerungen hatten zu dem Thema die Herren GutSiuspektor Dr. S tr a u s -Depenau, B u x b a u m - Würzburg, Rabbiner Dr.Kahn- Mergentheim, Rabbiner Dr.Lewin-Wreschen, Marcus-Pinne, Rotschild- Randegg, Rabbiner Dr. Stein- Schweinfutt, Wechsler - Aschbach« eingesaudt. Die lebhafte Diskussion beleuchtete die schwierige Materie von allen Seiten, und es wurde schließlich beschlossen, eine aus den Herren Louis Kahn jr., Hauptlehrer Seligmann-Müllheim, Gutsbesitzer Nußbaum- Halberstadt und Dr. Würzburger - Rappenau bestehende Commission mit der Ausarbeitung einer Umfrage zu betrauen, durch die festgestellt werden sollte,-ob, in welchem Umfange und mit welchem Erfolge schon heute die Landwirtschaft als Nebenberuf in jüdischen Kreisen betrieben wird, ob es also möglich sein würde, diese Ansätze ohne den langwierigen Weg der Jugenderziehung weiterzuentwickeln. Was die Ausbildung junger Leute für die Landwirtschaft betrifft, so wird mit Bedauern zur Kenntnis genommen, daß die Bemühungen, durch« Verhandlungen mit der Simon-Stiftung die genügende Sicherung der religiösen Erziehung auf dem Lehrgute Steinhorst und damit eine intensive Beteiligung der gesetzestreuen Kreise an den Bestrebungen der Stiftung zu erreichen, bisher leider kein befriedigendes Ergebnis hatten. Ueber die Anregungen des Herrn Nuß bäum betr. Schaffung kleinerer landwirtschaftlicher Lehrstätten soll in einer besonderen Sitzung weiterberaten werden. Der zweite Punkt der Tagesordnung (Hausindustrielle Beschäftigung junger Mädchen) wurde zurückgestellt, da einige der hierzu geladenen Sachverständigen am Erscheinen verhindert waren. Ueber die in der Sitzung ferner behandelte Angelegenheit der Viehverlad uug ist an anderer Stelle berichtet. Iionstreö. Freunde! Not und Elend zwangen Gerne zögen mich die Schlächter,. Unter Ottern mich und Schlangen, Alle« Heiligen Verächter, Seht im Kerker mich gefangen. Ab von dir, dn einzig Echter. Tage gehen. Tage kommen — Komm. Geliebter, komm doch wieder!! Ist der Morgen schon erglommen. Schon im Gatten blüht der Flieder, Frag' ich; doch was soll mir» frommen? Drachen dräun — o wirf sie nieder l JSmael und Edom mästen Sich in meinen Glanzpalästen Mst noch niedrigeren Gästen Die der Schmach mich überwiesen, Mich, vor allen einst gepttesen, Zwerge, blähn sie sich zu Riesen! Harfen, Glöcklein, Goldpokale — Komm zum alten Freudenmahle, Und der alte Glanz erstrahle! Säum' ich auch, sieh! ich erscheine!' Dich erwählt ich, und sonst keine. Du bist meine Wahl, ich deine. Wo ist unter TodcSstreichen Mein ein Volk so in den Reichen? Wo ein Gott, der mir will gleichen? Ztbuba I>aIcDir (Qborf. o.

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