Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1910
- Issue
- 10 (4.1910)
- Date
- 1910-04-01
- Page
- Seite 161 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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161 . — Kinder wieder dem der Eltern zuführen wird. Dieser Stunde, wenn sie mit der rechten Gesinnung begangen wird, wohnt die Kraft inne, den tiefen Riß zu heilen, der sonst zwischen dem scheidenden und dem kommenden Geschlechte klafft. Er giebt den Eltern ihre Jugend und stattet die Kinder mit der gereisten abgeklärten Einsicht der Alten aus. Der Wunsch, daß die Alten ewig jung und die Jungen alt werden möchten, erscheint nicht mehr als Utopie; an diesen Abenden hat er sich in herrlicher Weise erfüllt, wie er in den Senkung des Propheten Elijahu verheißen ist. Nach dieser Verheißung wird Elijahu nicht die Eltern z u den Kindern und die Kinder z u den Eltern, sondern das Herz, den Geist, den Sinn D'ia nias 3^5 der einen auf die anderen übertragen. Das Gute und Wackere, das die Alten üben, hat eine Lichtseite und eine Schattenseite, die der Jugend abgeht und umgekehrt. Das, was die Alten wirken, trägt den Charakter abgeklärter Reife und ruhiger Ueberlegung, dafür geht ihnen das jugendliche Feuer zündender Begeisterung ab, wie es der Jugend eigen ist. Der Jugend, die durch Temperament und Charakter von diesem begeisterten Feuereifer überschäumt, fehlt in der Regel die gesetzte Ruhe des gereiften Alters. Elijahu-wird beiden beides bringen, er wird Geist und Sinn der Eltern auf die Kinder und denjenigen der Kinder auf die Eltern legen und dadurch der Friedensbote sein, der die Kluft zwischen den Alten und Jungen verschwinden läßt. Es hat vielleicht selten eine Zeit gegeben, in welcher dieser Zwiespalt so jäh und schroff zwischen Eltern und Kindern sich fühlbar macht, als in unfern Tagen. Inniger und sehnsüchtiger als sonst ringt sich daher der heiße Wunsch aus den Eltern- und Kinderherzen nach Heilung dieses Bruches, wenn Crew Peßach am Schabbos uns die alte Verheißung aufs neue in die Seele redet: aS a'tt’m mini Snm >>i dv sia '»S s’ajn rrSs ns caS nSur ’a;s n;n -cnias Sy D'ia aSi o'ia Sy mas / vom 22. März 1910. Unsere Commission hielt am 22. März in Frankfurt a. M. eine Sitzung ab, um nach langen Vorarbeiten über die Frage der Viehverladung am Sonntag zu beraten. Außer den zur Sitzung erschienenen Mitgliedern der Kommission waren der Vorsitzende des „Mitteldeutschen Viehhändlerverbandes" Herr Wallerstein-Rödelheim, sowie der erste Schriftführer des „Verbandes Deutscher Viehhändler", Herr Kahn- Biebrich, als Sachverständige anwesend.