Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1909
- Issue
- 8 (12.1909)
- Date
- 1909-12-01
- Page
- Seite 138 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4903180-5965935-5965959--182-4903349- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
138 des Brennens loszuwerden. So wird der Hinweis auf die Schädlichkeit des Bissens, der dem Menschen durch das unangenehme Gefühl auf der empfindlichen Zunge gegeben wird, mißachtet; die Schädlichkeit wird dadurch nicht geringer, daß dem Magen die Fähigkeit abgeht, vor solcher Schädlichkeit zu warnen. Wir wenden uns nun den wichtigsten Fragen zu: wie soll unsere Nahrung beschaffen, wie soll sie zusammengesetzt sein? Dem Leser wird für die Empfehlungen und Warnungen, die wir geben werden, ein befferes Verständnis bereitet werdeit, wenn wir ein paar allgemeine Bemerkungen über die Ernährung voransschicken, die nicht direkt praktisches Interesse haben. Auch soll der Leser durch die vielen praktischen Winke, die die nächsten Artikel enthalten werden, hierfür reichlich entschädigt werden. Wozu braucht der Körper Nahrung? Unser Körper leistet stets Arbeit, besonders Muskelarbeit, auch im Schlafe, während dessen ja Herz und Darm ihre Tätigkeil fortsetzen. Diese Arbeit ist an den Verbrauch, die Zersetzung gewisser Stoffe im Körper geknüpft, für die Ersatz geschaffen werden muß. Wir nehmen nun aus der Außenwelt in letzter Linie immer aus dem Pflanzenreich, gewisse Stoffe als Nahrung in uns auf, wir atmen ferner den Sauerstoff der Luft ein, rind nun wird die Nahrung mit dem Sauerstoff verbrannt, wobei neue Körpersubstan; entsteht. Diese wird wieder bei der Arbeit zersetzt, und so geht es fort. So ist die Nahrung die Quelle unserer Arbeitskraft und unserer Körperwärme- Die unbrauchbaren Stoffe, die bei der Zersetzung eutstehen oder überhaupt nie ausnutzbar waren, werden durch Darm nnd Nieren, sowie durch die Atmung wieder ausgestoßen. Es ist also klar, daß wir aus der Pflanzenwelt nur solche Stoffe in uns als Nahrung aufnehmen können, die unser Körper zu Körpersubstanz zu verbrennen begabt ist. Solcher Stoffe nun giebt es fünf, die also der Körper zum Aufbau seiner Organe benutzt; und nur etwas, was aus einem oder mehreren dieser 5 Stoffe besteht, ist als Nahrung brauchbar, dient zum Körperaufbau, ist nahrhaft. Und wenn wir von einer zweckmäßigen Ernährung sprechen werden, so werden wir immer auf den Gehalt einer Speise an einem dieser fünf Stoffe Hinweisen müssen. Sie heißen: Eiweiß, Stärke, Fett, Wasser und Salze. Darüber im nächsten Aufsatze ein paar Worte, und dann zurück zum praktischen Leben, zur Küche! maaßer. Herr Abraham Pollack ist ein unternehmender Geschäftsmann; fein Speknlationsgeist erstreckt sich auf die verschiedenartigsten Artikel. Er macht, wie man das nennr, in Eisen und Messing, sowohl, wie in