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Jüdischer Volksbote · 1909-12-01 · 8 (12.1909) · p. Seite 136

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1909
Issue
8 (12.1909)
Date
1909-12-01
Page
Seite 136 (sequence 12)
Language
German
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1B6 Leitragen, und ihr, jüdische Mütter, braucht nicht fürchten, daß diese Tätig, keit Eure Töchter der Vorbereitung für ihre späteren Hausfrauenpflichten eutziehen könnte! Wie vielen jungen Mädchen aber gäbe sie zwischen der Entlaffung aus der Schule und der Verheiratung einen echten, tüchtigen Lebensgehalt! vir sivgiene der Ernährung. r Von Dr- Wen Zion. Gegen die mannigfachen Gefahren, von denen wir umgeben sind, gegen all jene Krankheiten, von denen unser Körper durch Aufnahme der in der Außenwelt, ja selbst in der Luft enthaltenen Krankheitserreger, (der Bakterien) bedroht wird, sind wir mit natürlichen Schutzkräften ausgestatlet, die die meisten Krankheiten im Keime ersticken. Diese natürliche Widerstandsfähigkeit des menschlichen Körpers ist von Geburt aus bei den einzelnen Menschen in verschiedenem Grade ausgebildet. Doch unterliegt es keinem Zweifel, daß wir durch hygienische Lebensweise, vor allem durch eine zweckniäßige Ernährung in der Lage sind, unsere natürliche Widerstandsfähigkeit gegen die Schädigungen der Umwelt zu erhalten, ja sogar ganz bedeutend zu stärken, während wir durch ungenügende oder unzweckmäßig zusammengesetzte Nahrung diese Widerstandsfähigkeit schädigen, ja vernichten können. Wir bedürfen aber ihrer nicht nur, um eine bestehende Krankheit zu überwinden, sondern was wichtiger ist, wir bedürfen ihrer zu jeder Stunde, um die Entstehung zahlloser Krankheiten zu verhüten. Die Kenntnis von der Hygiene der Ernährung ist somit von großer Bedeutung, ja es ist 'Pflicht jedes Menschen, sich diese Kenntnis anzueignen, um sie zu seinem körperlichen und damit auch zu seinem geistigen Wohle zu verwerten. Gerade auf diesem Gebiete haben sich, nicht zum wenigsten in der jüdischen Küche, allerlei schädliche Gewohnheiten und Vorurteile verbreitet, die ausgemerzt werden müssen. Wir werden in den folgenden Aufsätzen dieses schwierige Gebiet nicht im Zusammenhang, auch nicht wissenschaftlich betrachten, sondern nur wichtige Einzelheiten herausgreifen, die für das praktische Leben von Bedeutung sind. Die menschliche Nahrung muß zunächst ausreichend, von genügendem Nährwert sein. Dabei darf unter ein gewisses Maß nicht heruntergegangen werden, wenn nicht der Körper gezwungen werden soll, von seinen Reservevorräten zu leben, immer mehr abzumagern und schließlich zusammenzubrtzchen. Wir alle sind gewohnt, mehr zu essen, als für den Körper unbedingt nötig wäre, um seinen Bestand zu erhalten; wir wissen auch alle, daß es nur Sache der Gewöhnung ist, das bekömmliche Uebermaß der

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