Mannheim
Compact Memory

Jüdischer Volksbote · 1909-04-01 · 4 (4.1909) · p. Seite 57

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1909
Issue
4 (4.1909)
Date
1909-04-01
Page
Seite 57 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4903180-5965935-5965953--087-4903258
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

glücklicherweise eine so reiche Literatur gerade über die Peßach- Hagadah, daß es auch dem nicht originellen Redner leicht fallen wird, aus der Mllc des gebotenen Stoffes das Geeignete auszusuchen. Wo dieser Geist am Scdcrtisch des jüdischen Hauses lebendig ivird, wo von ihm erfüllt die Eltern sich zu ihren mindern herablassen, um ihnen vom Auszug ans Mizrajiin zu erzählen, wo in treuer Erinnerung Binder an den Patern und ihrem geistigen Vermächtnis hangen, haben sie dem Vorboten der einstigen Erlösung vorgearbeitet „der das Herz der Väter den Bindern und das Herz der Kinder ihren Vätern zuwandet", dem Gottesboten in dessen Dienst sich auch mit diesen Wünschen und Anregungen der „Volksbote" begreift. - von Zchwat bis Nissan. Am Chamischo Dsor Bischwat habe» wir uns i» der .ttislew-lenmnicr des Jüdischen Volksbotcn getrennt, und in den Monatsblättern des Monars Nissan trcsien wir uns wieder. — Tas Frühlingswcbcn, das am Ehamischo Dser — unserem Auge verschlossen — in den Herzen der Bäume begonnen, hat sich zu in Lichte gerungen; zuerst leise und verschwiegen, dann aber immer lauter und freudenvoller, bis die ganze Welt zu einem Hohen Lieie wird, das in den Tagen des Pcsachfestcs zu Gott cmporstcigt: Ein Sschir Haschirim der Freude. — — — Aber gemach! Am Ehamischo Tsor nahmen wir Abschied, will heute erzählen, was vom Tag der Frühlingswendc bis zu Beäinn des Frühlingsmondes von unserem Dörfchen zu erzählen ist—von unserem Törtchen und aus unseren Herzen. Noch war der Winter unser Gast — Eis und Schnee nniserc Gefährten — aber ihre Macht war dahin. Des Morgens schien dix * früher in die kleinen Fenster hinein, des Abends blieb sie länger und in den Mittagsstunden lag ein Schimmer über dem Flusse, eil mer aus Sonnenglanz und Nebelschleiern — ein lichter Bote des F i Und so kam der erste Schekelspende. Zwei der Arba Parschiaus. Schekolim, die Pars hoh der rforim wurden ausgerollt, und die kleine Sch cs wieder, daß in Israel nicht die Namen, sondern nur die Taten gezählt werden, daß ein jeder Beitrag leisten kann zum großen Ganzen, auch die kleinste Gabe auf der Wage des .Heiligtums ein Ganze; sei. — Wir verstanden die Botschaft, die Hcilesbotschaft des Judentums, der Gleichheit und Brüderlichkeit. Wir freuten uns zu den G e z ä h gehören, fühlten uns eins mit den Brüdern in weiter Welt, und öorchenu und ich onne bei uns, chimühlings. il' hörte und daß 'iic Lehre t e n zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.