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Jüdischer Volksbote · 1909-01-01 · 3 (1.1909) · p. Seite 45

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Journal
Jüdischer Volksbote
Volume
1909
Issue
3 (1.1909)
Date
1909-01-01
Page
Seite 45 (sequence 11)
Language
German
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seine Herrlichkeit?" Aber steht au besonderer Stelle in der Reihe der Völker. Denn es hat 71 zuerst erkannt: es hat Seinen heiligen Namen den Völkern verkündet. Und andererseits hat 71 sich Israel erwählt: des Ewigen nSlJC D>, das „511 besonderem Zweck gewählte" ist es. Darum können wir. freudig sprechen: lmp^s 71. Zeigt ja auch die Geschichte als den besonderen "EllP, als den, der planvoll Sein Volk durch Leiden und Freuden führt und erzieht. ' Ist irpSs TT und sind wir Sein Volk, so legt uns unsere A»scr wählung besondere Pflichten auf. Zu Seinem Volke hat uns 71 nicht so sehr schon durch de» Auszug aus Ägypten,-als durch die Erteilung seiner Thauro gemacht. So machen auch wir 71 erst recht eigentlich zu ir'p^rr, zu nnserm Gott dadurch, daß wir Seine Thauro erfüllen, daß wir freudig das Joch Seines Gesetzes auf uns nehmen. ins 7:: „'N ist einzig". In diesem Schlußwort siehst du die Lehre von Gottes Wesen, die Israel nach langem Ringen in sich selbst zum Siege führte und dann gegen die Vielgötterei rings um sich her mutig allein verteidigte. Stelle dir diese Verteidigung nicht leicht vor, weil sie Dir etwas Selbstverständliches ist. Denke nur an die verheerenden Angriffe auf diese Lehre durch Antiochus Epiphanes vor dem Eingreifen der Makkabäer oder an den Wahnsinn römischer Kaiser, die ihr Bild in allen Tempeln göttlich verehrt sehen wollten! — Die Tochterreligion, das Christentum, besiegte mit Hilfe politischer Macht fast überall in der alten Welt das Heidentum. Aber sie war nicht stark genug, »m zu sprechen: ins Ti; sie nahm aus dem be siegten Heidentum die Vielheit wieder auf und schuf eine dreieinige Gottheit und eine Heiligenverehrnng. Unentwegt aber harrte aus bei seiner Wahrheit nnrr 71: es ertrug alle Qualen, die menschlicher Haß nur erdenke» kann, mit heldenhafter Geduld — im Bewußtsein des endlichen Sieges dieser Wahrheit. Zwei Namen des Höchsten 'findest du im yEtP. Zuerst 71. Nach unfern Weisen ist 71 c*cmn ms, d. h. es liegt in ti der Begriff der Liebe Gottes. 71 ist es, dessen unendlicher Liebe du alles verdankst, was dein ist; von Ihm kommt alles Gute; Er ist es, der sich des reuig zu Ihm zurückkehrenden Sünders liebevoll erbarmt. Dann Dies Wort ist pn ms, d. h. es stellt dir Gott vor Augen als den Gesetzgeber und Richter der Menschen. Alle Taten unter der Sonne werden von Ihm gewogen. Er warnt, Er straft die Menschen für die Übertretung Seiner Gesetze. Wenn du nun Unheil siehst, Krankheit nnd Not, so wiffe, auch dies kommt von Gott, von C’p1?!«, dem Richter. Aber '7i und E'p*w ist ins; eins ist Er, der Richter und der liebevolle Vater zugleich^» Was er dir als Richter zuerteilt, das — hofft Er, der liebevolle Vater wird dich beffern, erziehen und läutern, damit es dich Seines liebenden Erbarmens wieder würdig macht.

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