Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1908
- Issue
- 1 (10.1908)
- Date
- 1908-10-01
- Page
- Seite 3 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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8 i durch Entfaltung einer immer segensreicheren Wirksamkeit vergönnt sein möge, das Erscheinen des heißersehnten Gottes-Boten der großen jüdischen Vereinigung zu beschleunigen, von dem das Prophetenwort sagt: „Wie schön sind auf dem Berge die Tritte des Boten, der die Friedenskunde, der die Heilesbotschast bringt, der die Hülfe verkündend zu Zion spricht: „dein Gott hat nun seine Herrschaft angetreten"'. (Jesaja 52, 7). $ Die mizwotb Ott siebenten Monats. Die Thora hat für den Tischri-Monat keinen besonderen Namen. Sie nennt ihn den siebenten Monat y'nvrn «nn und gibt durch diese bloße Bezeichnung den Weisen willkommenen Anlaß, ihn als den Monat zu feiern, nun» yaupoi mxoa yairon der ausgestattet ist mft einer ungewöhnlichen Fülle von geistigen und irdischen Gütern, der reichlich gesättigt ist mtt Pflichten und Besitztümern, welche die in diesem Monat fallende Erntezelt bringt*). Diese bloße Nebeneinanderstellung von mxo und mru von Pflichten und Erntesegen eröffnet eine Fülle neuer Gesichtspunkte. Wenn . Menschen einen der Monate des Jahres in einen Festmonat hätten umwandeln wollen, so hätten sie sicher den Erntemonat nicht dafür gewählt. Zur Ernte ist die Zeit besonders kostbar, die Feldarbeit oerträgtjeinen Aufschub, hier gilt es zu arbeiten und nicht zu feiern. Wenn aber Gottes Wille gerade in dem Monat, der naturgemäß alles Sinnen und Trachten der „Scheuer und Kelter" zuwendet, uns durch die Feiertage und die an sie geknüpften Mizwös von der Scholle ablenkt, so ist uns damit gesagt, daß durch die Fülle von Mizwos die Fülle von irdischen Gütern nicht beeinträchtigt, sondern noch erhöht wird. Naturgemäß müßte es allerdings anders sein. Naturgemäß müßte auch ein Volk, deffen männlicher Nachwuchs schon im zartesten Säuglingsalter nach dem Gottesgesetz sein Blut hingibt, geschwächt, verkümmert und in seiner Lebenskraft verkürzt werden. In Wirklichkeit zeichnet sich der jüdische Volksstamm aber gerade durch Zähigkeit, Langlebigkeit und Unverwüstlichkeit vor allen andern aus. Naturgemäß müßte eine Gemeinschaft, welche durch die Ruhe an Schabbos und Jomtof we- *) Midrasch Jalkut zu 3. B. M. 23: m»a yanre mn® rma tm»*» k'i «na mn*j^,«na nun ,Vaa yaw p wn» k*i — «na nany ,«na ns» ,«na hk ,«na w .«na on» o Sa