Jüdischer Volksbote
- Journal
- Jüdischer Volksbote
- Volume
- 1908
- Issue
- 1 (10.1908)
- Date
- 1908-10-01
- Page
- Seite 2 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Fortbildungs wesenS sowie der allgemeinen Gesundheitspflege seine Aufmerksamkeit zuwenden und überhaupt in allen die jüdische Bevölkerung auf dem Lande berührenden Angelegenheiten Rat und Auskunft erteilen. »Der Jüdischei Volksbote" wird die Entfaltung eines wahrhaft religiösen Lebens auf dem Lande sich ganz besonders angelegen sein laflen. Er bringt zu diesem Zweck religiöse Anregung, Belehrung und Erbauung im Anschluß an die Festeszeiten des jüdischen Jahres und an die Wochenabschnitte, sowie Anleitung zur Kenntnis und praktischen Erfüllung der jüdischen Lebenspflichten. Durch schöne, kürze Erzählun gen, Lebensbeschreibungen hervorragender jüdischer Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart und ähnliche geschichtliche Darstellungen für Jung und Alt, sowie durch Mitteilung der wichttgsten Tagesereignisse aus dem jüdischen Leben wird neben dxm Nützlichen und Notwendigen »Der Jüdische Bolksbote" auch dem Schönen und Angenehmen gerecht werden. Ein angesehener Kreis sachkundiger Gelehrter, Kaufleute, Industrieller und Schriftsteller hat sich zusammengefunden, um dem „Jüd ischen Volksboten" für die Lösung seiner Aufgabe zur Seite zu stehen. Aber deshalb soll bei ihm doch jeder zu Worte kommen/ der durch einen guten Gedanken oder, einen praktischen Rat der guten Sache dienen zu können glaubt. Lehrt doch die Erfahrung eines jeden Tages, daß gerade schlichte, mitten im Leben stehende Leute, am besten wiffen, wo sie der Schuh drückt und wie dem Druck abzuhelfen ist. Es wäre sehr zu bedauern, wenn ein guter Gedarcke deshalb unausgesprochen bliebe, well derjenige, der ihn ausgedacht hat, vielleicht nicht die Fähigkell und Hebung hat, ihn in formvollendeter Weise darzustellen. Dadurch soll Niemand sich zurückhalten lassen. »Der Jüdische Volksbote" wird die guten Gedanken, §>ie ihm aus dem Kreise seiner Gesinnungsgenoflen zugehen, nötigenfalls schon in die rechte Form bringen. »Der Jüdische Volksbote" erscheint zunächst jeden zwellen Monat, in der Regel sechzehn Setten stark, späterhin soll er allmonatlich erscheinen. Er geht den Mitgliedern der »Freien Bereinigung" unentgeltlich zu und verlangt von diesen nichts, als daß er gelesen, b eherzigt werde und daß es ihm auf Grund der tättgen Sympathien seiner Leser