Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 3/4 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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41 mit jedem scheinbar geringfügigen Beitrag /um Aulbau göttli-hen Leber.*• heiliglums ungebahnt werden kann, hat sich euer Sinn /u erschließen. Und trifft euch der oberflächliche, blasierte. assimiliert«■ Blick oder gar dummdreister Spott, dann legt ihr den Finger auf diese Ge*et/esstcl!e und gehet mit frischem Mut, im Vertrauen auf göttlichen Beistand, an das stille, gr Be Werk der V'erjüngung und Frstarkung eueres Volkes. Aus unseren Htiusern muß der Gifthauch der צ־םא־ schwinden, unsere Kinder müssen im Zeichen der Mda zu rtlst gen Vollstreckern göttlichen Willens erstarken, damit Erez Jisroel einst der Boden werde, von wo der Quell der Reinheit sich über eine ganze Menschheit ergießt und den .Geist der ־»C־S von der Erde scheucht* (Sech. 13). Nimmer aber .kleidet Zion sich in Kraft und legt Jeruschalaim, die heilige Stadt, ihre Frachtgewflnder an*, so lange die .Haltlosen und Unreinen* es noch wagen, in ihrer Nahe zu weilen (Jes. 52). J Br. CäSD Mahnung zur Vorsicht. Verschiedene Ursachen haben es zuwege gebracht, daß in den letzten Jahren weite Kreise der westeuropäischen Orthodoxie von einer leiden׳ schaftlichen Liebe zum Jüdischen und einem ebenso leidenschaftlichen Hasse gegen alles Nichtjüdische erfaßt wurden Die Liebe äußerte sich in einem erhöhten und vertieften Sinn für die überlieferte Form des Thoralernens, in einer stärkeren Frequenz der Jcschiboth durch westliche Jünglinge, in einem zunehmenden Verständnis für die eigenartige Größe des Thoraweisen, der mit dem ganzen Komplex seines Denkers, Forschen* und Wollens in der schriftlichen und mündlichen Lehre verwurzelt ist, und in einem heftigen Drange, die theoretische Ueberzeugung von der untergleichlichen erzieherischen Macht des Thoralernens durch Gründung wohlfundierter und zweckmäßig ausgebauter Institute in die Wirklichkeit wirksam umzusetzen. Der Haß tritt zuweilen in einem förmlichen Terror auch vor solchen Erscheinungen der Weltkultur zutage, die entweder harmlos sind aber doch ihre Verwandtschaft mit analogen Erscheinungen der Thorakultur nicht verleugnen können. Als die wichtigste Ursache dieses Hasses und jener Liebe wird min wohl den Weltkrieg und seine Folgen bezeichnen können Wenn auch die Menschen zahlreicher sind, als man glaubt, die den Weltkrieg erlebt haben, ohne ihn wirklich zu erleben, besonders in solchen Kre.sen. die von den Schauern der Kriegszeit unmittelbar nicht betroffen wurden oder g.tr diese Zeit als willkommene Konjunktur zur Erzielung großer Geschäft*- gewinne begrifftn und genutzt haben, so steht es doch fest, daß von Kriege eine förmliche Kevolutionierung vieler Sielen ausgegnngi-n.j.st, d.13 ihn Viele als einen Weltzusammenbrurli erlebt haben und infolge diese* Erlebnisses sie eine Nachder kliclikeit überkam. die sie auch zu einer Revision ihrer Ansichten über jüdische l) nge nötigte Mit einem Male war die Welt, in der man *ich ehedem ganz gemütlich ein/urichten wu. te• zu einer Hölle geworden, mit der man סיוחוו dringender tnnerl.ch zurecMkommen mußte,!c weniger es gelang, von ihr äußerlich los/ukommcn. Zudem sp'e dir »e Hölle die Furie einer Well|udenfc1nd*vlul1 au* d:e