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Jüdische Monatshefte · 1921-01-01 · 3/4 (1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
8 (1921)
Issue
3/4 (1921)
Date
1921-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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36 gäbe, wie im G.Uck zu hjndeln. w.rken, so im Unglück stark zu sein und groß' 0! Selbst da, selbst di ist dein Herz nicht freudenleer - Wollust liegt auch in der Träne der Ergebung, Seligkeit im Gefühl, wenn auch von allen verachtet und verkannt, ganz allein dazustehen mit dem eigenen Be■ wußtscin und mit Gott' Freude, hohe, selige Freude bringt auch die Uebung, stark zu sein im Sturm und Wetter, mit des Epheu Zartheit, mit der Eiche Stärke unzerschmettert sein eigen selbst und seines Lebens Inhalt durchzutragen, wenn’s auch ringsum Blitze zuckt — jr נ־ >ד*ך ב:יא צלם־ת לא אירא c: נ־ אזה עפדי אך כיב ורכי ירדש־;* כל יםי חיי ■שכת׳ בכית ה׳ לא־־ך יפים! Aufwärts nach S< גית. zu des Lebens höchster Stufe fuhrt der Weg durch Freud und Leid! ר,׳ רע־ לא אחפר! Das Lebenslied ist verkündet, der Harfenton schweigt. — O! daß er auch in die Seele gesungen hätte des Segens Leben, O' daß meint Worte heute mehr als Wort gewesen' Daß er euch ergriffen hätte der Geist, der noch in der Harfe Seiten schlummert, daß Ihr selbst solches Leben neu leben möchtet und früh unsere Söhne und Töchter solchen Seelenfrieden lehrtet, — dann — dann steigen wir vereint Stufe nach Stufe den Tempel hinan, in unserem Herzen Lebenslieder tönend, dann könnte nicht aufstehen und zflrnen der Geist unserer Ahnen und zeugen wider uns und unsere Söhne und Töchter, unsere Enkel und Enkelinnen, denn unser Leben wäre durch• glQht vom Gotteshauch, und Geist der Väter lebte in später Enkel Brust! ־era — — ר׳ רע־ לא וז^־־ו Ein Zeitbild. Herr Jakob Steinhäuser in Hörstein (Bezirk Aschaffenburg) war schon zu Beginn des Krieges eingerückt und wurde bald darauf als vermißt gemeldet. Seitdem hat man nichts mehr von ihm gehört. Er ist, wohlgemerkt, amtlich nicht als tot, sondern lediglich als vermißt gemeldet Vor einiger Zeit wurde dem zuständigen Rabbiner, Herrn Or. Breuer in Aschaffenburg, mitgetcilt, daß Frau Steinhäuser die Absicht habe, sich wieder zu verheiraten Herr Dr. Breuer setzte Frau St in mündlicher Unterredung die verhängnisvolle Bedeutung ihrer Absicht auseinander, wie» auf den strengen Ernst hin, mit welchem die religionsgesct/lichc Möglichkeit der Wiederverheiratung einer Kriegswitwe geprüft werden müsse, zumal in einem Falle, wo über das Schicksul des aus dem Felde nicht heimgi-kehrten Ehegatten weder durch amtliche FesMcIlungcn noch auf dem Wege privater Erkundungen irgendwelche Sicherheit zu crlungen l»t. Die Wirkung dieser Darlegungen auf Frau St. war gering, sogar sehr gering. Denn bald «darauf setzte sie »ich mit dein Rabbiner in Offen• bach, Herrn Dr. Dienemann. in Verbindung, der sich auch bereit erklärte, ihre Trauung mit Herrn Löb, ihrem Bräutigam, vor/unehmen, jedoch er-t nachdem ein Schwager d! r Frau St, die kinderlos ist, mit ihr den —

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