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Jüdische Monatshefte · 1921-01-01 · 3/4 (1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
8 (1921)
Issue
3/4 (1921)
Date
1921-01-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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37 rs־*r־-A'>t vollzogen habe Dieser ־״«־■Akt >.11(׳ run vor kurzem :n bach unter Hinzuziehung des Kabbinats der ijclit sch׳ n Gemeinde in Frankfurt a. M. stattgefunden haben, sodaß nun im S r.nc des Olftr.hacl״ r p ב־ת p:c einer Trauung des Herrn Lob mit Frau St nichts mehr m Wege atand, obwohl Herr Löb ein — |.־r ist, der eine ־״צ־ n cht hi raten darf. Die Trauung des Herrn Lob mit Frau St ist nun tatsächlich am Sonntag, den 10. April d J, durch Herrn Dr. Dier.tmann vollzogen■order Wir mochten an diesen traurigen Vorgang vor allem die Bemerkung knüpfen, daß es unseres Erachtens endlich einmal an der Zeit wäre, daß das große jüdische Publjkum in Deutschland, dem eine tiefere Ker.ntn-1 von den religiösen Kämpfen innerhalb des Judentums fehlt, in einer w.rklieh zweckentsprechenden Weise Uber die verhängnisvollen Folgen dieser Unkenntnis aufgeklärt würde. Da geht eine Frau, die einem guten jüdischen Hause entstammt,hin, und läßt sich ihr Gewissen beruhigen von Männern, die sie als berufene Vertre'cr des Judentums ansieht, von denen sie wohl weiß, daß cs keine orthodoxen Rabbiner sind, die aber dich in ihren Augen immerhin Rabbiner sind, die doch auch etwas vom Juden• tum verstehen und die nur den einen Fehler haben, daß sie mit diesem Verständnis \om Judentum auch ein konziliantes Entgegenkommen gegenüber den Wünschen einer heiratslustigen Kriegswitwe verbinden’ Wie ebei den sogenannfen Chaliza-Akt in Olfenbach zugegangen ist, wissen ״ r nicht. Nachdem aber das Offenbacher p r־:,das bei diesem Akte fungierte, aus Männern bestand, die Im Sinne des Religionsgesetzes nicht nur nicht als!רא״ש לד־ראד, sondern überhaupt in religiöser Hinsicht als nicht vtrtrauenswürdig zu erachten sind, so kann es sich hierbei nur um eine Chaliza-Komödie gehandelt haben. Beweist )3 die von Herrn D1enema:׳.n vollzogene Trauung einer in Gegcnwurt seines p r״ zur ־X׳— gestempelten Frau mit einem;־־;, wie ernst es der Offenbacher א: :•*״ ־•ן mit den Be- Stimmungen des Religionsgesetzes nimmt, mit welcher Gewissenhaft gke t er die Frage der Zulässigkeit einer Wiederverheiratung dieser ע::־ geprüft und welch traurige Folgen im alltäglichen religiösen Leben aus dar verlogenen Phrase von der Einheit des deutschen Judentums sich ergehen Als kurz vor dem Kriege die liberalen Richtlinien auch in den Kreisen der sogenannten Gcmcindeorthodoxie \iel stilles L’nbehjgen aus!׳'׳-!er Ja beruhigte man sich in diesen Kreisen mit der F.rwagung daß e< >׳ch he׳ diesen Richtlinien nur um ein theoretisches Programm des I.her..';n Judentums handle und keineswegs hierbei beab*.ehtigt se, etw.1 Je theoretische Ablehnung der jüdischen F.hege-et/c ,n d!e Pr,1\ י um/׳:•׳»■ ׳• Der Fall Steinhäuser beweist, daß das libe'ale Judentum weit dj\חיי er! fernt ist, zur Gewisscnsbcruhigiir.g der Gerne ndeo'thod■j\ e J c tr■•:.־ Richtlinien an der Gleichberechtigung der liberalen Thora fe-oh.i't, aJ t ׳.׳ ׳ praktische Verwirklichung *einer theoretischen Anschauungen zu w. V: 1׳ vielmehr 5"*5 נא־ ־'*ש •נא־ - durchaus gesonnen זי nur »e 1 ■1 : In der Stille, seinen Charakter über im Strom der Weit sich t!•״ u lassen. Wir aber möchten nicht müde werden, immer wieder a .1 .1 Fr■ kllrung der gesit/estreuon Rabbiner gegen de .Ru'itlm er!־ h n/ja■ u׳ deren wichtigsten Sitze lauten 1. Religiöse Entscheidungen und Autorisationen! 4יי■ ralcr Rabbiner haben keinen An •pruih j u f ü 11 :׳: g a e!

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