Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 3/4 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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27 kolleren: der geistige Hut des üemcindebuiides hat die Vertreter' der der Berliner Hochschule, des Bre3lauer Seminars und des — orthodoxen Rabbinerseminars sich bestellt. Alles ist da Man fühlt sich wohl.- Oer neue Direktor des Frankfurter Philanthropins ist in Anwesenheit des gesamten Reformgemeinde Klerus konservativer wie neologer Observanz i- \mt eingeführt worden Er hat Anton Nobel als Vertreter de« . .ii.rhen* und Caesar Seligmann als Vertreter des .prophetisc Jude, ‘ums begrUBt (ein Irrtum I Nobel hat entschieden etwas — prophetisches sich!) und hat sich selbst als das Weltkind in der Mitten bezeichnet, das gewohnt sei, katholische Knaben am Sederabend und umgekehrt jüdische Knaben an christlichen Festen teilnehmen zu sehen. Er habe zuerst gezögert, die Stelle anzunehmen, es sei ihm aber versichert worden, daB er sich vor dem rabbinischen Judentum Innerhalb der Gemeinde nicht zu fürchten brauche. Und so sei er denn gekommen. Wir begrüßen den neuen Direktor mit einem breiten Friedensgruü und können ihn gleichfalls vollkommen beruhigen. Es wird ihm kein Haar gekrümmt werden. Caesar und Antonius schließen mit ihm ein Triumvirat. Aber die Stimme schallt vom Horeb: Wehe ob der Schmach der Thauroh! C2SO Rabbiner Hirsch als Landtagsabgeordneter. In einer Biographie Rabbiner Hirsch•* 1,*יצ wird seine Tätigkeit als mährischer Landesrabbiner, zumal als Landtagsabgeordneter im mährischen Landtag eine gebührende Würdigung zu finden haben. So unzweifelhaft es auch ist, daß er bei der Vertretung der Interessen der mährischen Judenheit an erster Stelle stand, so könnte ein Einblick in seine Tätigkeit sich nur aus einem Studium der Verhandlungsprotokollc und Eingaben ergebep, Ob solche noch vorhanden sind, konnten wir bis heute noch nicht feststellen. Aus den Verhandlungen des mährischen Landtages, (Sitzungen vom 31. Mai 48 bis 24 Januar 49) die im .Mährischen Lon 'tngsblatt* erschienen, von dem uns nach vieler Miihe ein Exemplar aus der Wiener Staatsbibliothek zuging, ergibt sich (S. 84 , daß die mährische Judenschalt (sub No. 102) ein Gesuch um Vertretung ihrer bürgerlichen und politischen Rechte eingebracht hatte Dieses Gesuch wurde einer .wegen der Wich tigkeit des Gegenstandes״ besonders gebildeten Geschäfisabteilurj für Judenangelegenheiten zur Bearbeitung *!!gewiesen In dieser Kommisvon war, wie aus dem unten folgenden Vorhandlungsboricht ersichtlich, naturgemäß auch Rabbiner Hirsch delegiert. Es wäre nachzuweisen, ob Ptotokolle dieser Geschjftsahteilurg noch vorhanden sind Im PI en um des mährischen Landtags hat, soweit aus dem uns vorliegenden Band ersichtlich, Rabbiner Hirsch nicht oft das Wort ergriffen Bei Beratung der Frage, inwieweit den in Mähren lebenden N tiornlituten die Gleichberechtigung ihrer Sprache zuzuerkennen sc;, machte ein A^ge geordneter geltend .daß im Lande Mähren neben den deutschen und mährischen Volksstämmen auch noch andere geduldet seien, nttmhch d e