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Jüdische Monatshefte · 1921-01-01 · 1/2 (1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
8 (1921)
Issue
1/2 (1921)
Date
1921-01-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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10 zu hoch, dem sic rieht aus G > t d:e Weihe ge-ta’tung bringen will, gibt cs keine neue Crfuhrur.g, kein neuer Gedanke, keine neue Entfaltui g des Gen-ts- und Geisteslebens, d e in den Kre י der Tnaarobekenner ein.׳:ehen dürfen, ohne die Feuerprobe an den Th 1'.1roprin/'pi־׳n zu be-tehen, gibt es keine Erscheinung, keine Frage, ke'n Streben. k־on neues Lebensverhaltnis, denen der Kreis ihrer Rekenner י ch ar schließen dürfte, ohne die Frage, das Verhältnis, das Streben, dus zum Einga-.g lädt, zuvor die Feuerprobe an der Thauro bestehen zu lassen, Tor dtrum, der über den Kampf •sich wunderte' Aber eben darum, weil d!e Thauro den ganzen Menschen fordert, Vergöttlichung des ganzen 1u 1 -eben Leben« ihr Ziel, darum auch wiederum keine Erfahrung, kein Gedanke, keine Entfaltung des Geistes- und G'.mütslebcn«. die die Thuurobekcnner nicht in sich aufnehmen sollten, aobald sie nur die Feuerprobe bestanden. Denn eben das allseitig entwickelte innere und äußere Menschenleben i~t es gerade, in dem die Thaunj ihre vollendete Verwirklichung uni Ge'talturg sucht. Die Aufgabe der Thauro i't dts Ewige. Die in der Zeit wechselnden Erscheinungen, Fragen, Gelegenheiten und Vcrhältn«se das Veränderliche, in dem sie ball in ganzer, bald in gröllerer Fülle ihre Verwirklichung findet. Das Juientum protestiert daher einerseits gegen al'es U.igott ich« und Unfreie in der Gestaltung des menschlichen Lebens, andererseits weist es kein rein inenschliehe Li-bensgestaltung als ',gehe zurück, vielmehr ist ihm jede willkommen um die Allseitigkeit der Vergöttlichung irdischer Zustände, die Allseitigkeit der Entfaltung des Tnu iropnii/'pa«. die Allseitigkeit der Anerkennung des Thaurogt stes zu mehren Als daher vor mehreren Dezennien der mehrere Jahrhunderte lang abgesperrtieuropäische Jude zum erstenmal wieJer in freie Berührung mit den curopa:schen Zi-tanJen kam, als er mit der Sprache den Schlüssel zu dem curop« sehen Gedankenleben wieder gewann, das inzwischen halb von hei Inisdien, halb von jüdischen Quellen sich groß gesogen, als er nach jahrliur derlelanger Entfremdung wieder das seinen Vätern wob!• bekannte Feld der Wissenschaften und Kun-te betrat, das inzwischen -• ihm unbewußt zu lierrl'ch reicher Bli te gediehen, als allmählich der allmähl ch siegend•• G )tteinhe t-g' Janke ihm den freien V’erkehr im europai'Chen Staatenlehei) zu eröffnen begann und ihn zur Teilnahme an Tätigkeiten und Bestrebungen lud• denen er während der Zeit 'einer Absperrung gewaltsam entfremdet worden, was wäre da (ur den seiner jüdischen Aufgaben sich wohl bewußten Juden de Aufgabe gewesen•׳ Das europäische üe.'ankenlchen I13tt•• <r von seinem ,udi-ch.-n Stan ,,pjnkte aus der Prüfung unterziehen nu1-«tr, dis l'ngftttlivhc und Unwahre ziirückweistn, mit dem Kein• n und Wahren den eigenen CieJankenschat/ bereichern, de Frgebnu-e der Wis-en-chaften vom jüdischen Standpunkte auffa'-en und so mit größerem Kenntriisreichtum da« Feld der eigenen Wissenschaft bebauen, und ebenso huiw.cd• r mit d m eigentümlich indischen Gedanken das dargebotene Ci dankenl!'» n, das er ״ffnete Feld der Wis-enschaft und Kunst durch dr.n:en und st 11,-tondig verarhe teil l)3s wieder dnrgebotcne Feld tranr.igf.1ch• r! r T.itgki itjn tird II! strehungen hätte es willkommen geheißen als IrtuJg׳■ Ci! legrrh. ■t in großen in Kre.se und freierer Oeflentlichke t, in größter All •eilig!(■ >t das e gertiim! eh!1; b'Clie Lehen derCiitt■ inr gk׳׳:t,!!••iliglo .t. Cj• rechtigkeit und Liehe /•! e ntf.ilten, hatte sich ebenso

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