Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 1/2 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Ordner der Welt gesetzte Ordnung de־« Ablauf■» der Dingo, nicht die Zeit ktlndel dem Judentum den Krieg — törichte Zcitfulter de» flüchtig׳-n Augenblicks' Himmel und Erde können vergehen, aber da» vom ewiger. Gott der Zeiten gestiftete Judentum wird ewig bestehen, wenn Ihr lärg't den Weg der Umwandlung gegangen, wenn der jet/t atmende, schimmernde Staub eurer farbigen Gedankenfliigel längst zerstäubt, wird die Sonne des Judentums noch leuchten und ein erneutes Geschlecht frühl.ch sprossen am ewigen Baum der Thauro — die Zeit kündet keinen Krieg dem Judentum' Die Zeit, die sich im Krieg mit dem Judentum befindet, sind die jüdischen Menschen in der heutigen Zeit, sind die auch in der jüdischen Generation der Jetztzeit herrschend gewordenen heidnischen Gedanken und Ansichten, oder vielmehr die auch in der jüdischen Generation der Jetztzeit herrschend gewordenen Lebcnsgewdhnungen und Bestreb ngen, tjnd zu deren Rechtfertigung angenommenen fremden Gedanken und An• sichten, sie befinden sich im Krieg mit dem Judentum, weil sie in unjüdischen Prinzipien und Ansichten groß genährt worden, Prinzipien und Ansichten, denen das Judentum seit seinem Bestehen den Krieg gekündet, die zu überwinden und vernichten das Judentum ganz eigentlich gesendet, und sie sollten nicht ankämpfen gegen das Judentum t Tor, der;über den Kampf jetzt sich wundert, Tor, der über ihn erschrickt, aber traurig, traurig, denn der hätte vermieden werden können, wäre vermieden worden, wenn seit einem Jahrhundert stets die jüdischen Männer der Zeit die Zeit und das Judentum begriffen und ihrer Aufgaben in der Zeit mit Bewußt• sein genügt hätten. Tor, der Uber den Kampf sich wundert, Tor, der über ihn erschrickt' Der erste Schritt, den Abraham aus Mesopotamien set/te, der erste Stein, den Abraham im heidnischen Kanaan dem Gott des Himmel» und der Erde errichtet, war ein Protest gegen die Zeit, verkündete Gott und die Freiheit als einzige Prinzipien des Menschenlebens, kündete Krieg jedem heidnischen Gedanken, Krieg jedem Gedanken der L'ngüttlichkeit und Unfreiheit in Menschenleben, Krieg dem Atheismus und Polytheismus, dem Egoismus und Materialismus für immer Abraha ns Lehre war auch nicht nach dem Geschmack der Zeit, der Zelttempel .der Abrahumshütte war auch nicht nach der Mode der Zeit, er aber setzte ruhig und ernst, fest und kräftig seinen Stein dem Gotte des Himmels und der Erde und besiegte die Z«-;t. Gott und Freiheit, d. i. Göttlichkeit des Menschen we»er.s. sind die Prinzipien des Judentum», Durchdringung des irdischen Menschenleben» in allen seinen Fugen mit dem Geist dieser Prinzipien, Yergöttlzharg des ganzen irdischen Menschenlebens, daü der Men»ch in jedem Augenblick, mit jedem Atemzug, mit jeder Kraft, in!edem Streben, jeden Gedanken, jedem Gefühl, jedem Wort, jeder Tat, itdem Genuß über Leib t.r.d Erd! frei sich zu Gott erlichen und mit Gott wandte auf Erden und sein ganzes Irdisches Lehen mit Gott beginne und vollende, mit Gott also gestalte, heilige und weihe, d.1Q Gott dann verherrlicht eir./iehe, den ganzen Wandel auf Erden ein Weiheopfer dem Alleiner, ei n cn fortlaufenden G ates.! er 1י sein lasse, das will die Thauro. Und weit sie das will, darum war se und ist sie und wird sic allzeit im Kampfe sieh befinden gegen e!׳-s Streben, das diese Prinzipien nicht heiligt, d.!» dieser First.imming zuw.J.-r• läuft. Ihr, der Thauro. ist keine Se te des Menschenlebens zu gering ■>J<.r