Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 1/2 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/4900572-5964870-5964981--2631-4903126- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
7 Wort, habe ich getrunken ihren Gei>t. bin ich treu ihrem Runde, etfülle ich sie mit jedem Atemzuge. nach gjnzem Maß der Kräfte, d e Gott für sie ve leihet? Also sollte auch jede jüdische Gesamtheit in jeder Zeit »ich fragen, wie stehen wir zur Thaüro, wie lösen wir unsere Clesarr.theitspflicht zur Thauro, sorgen wir nuch also für Erkenntnis und Erfüllung der Thauro in unserer Zeit, wie wir es könnten, wie wir es rollten ‘ Wird durch unsere Vereinigung die Thauro verherrlicht, die Thauro gehoben, daß, wie es verkündet, immer größer, immer herrlicher die Thauro in Wissenschaft und Leben unter uns aufblühe? Blühen unsere Anstalten zur Erkenntnis der Tnauro, unsere Schulen für die Kleinen, unsere Lehr• häuser der Großen, unsere Akademien der Studierenden? Blühen sie also, wie sie es könnten, sind sie k iner Verbesserung, keines Fortschritts fähig? Geben ihre Früchte im Leben sich kund und zeugen für ihre Vollendung, die Söhne und Töchter für die Schule, die Jünglinge und Männer für die Häuser der Lehre, die Lehrer und Rabbiner für die Akademien? Oder weist der Grad der Bildung und der Erkenntnis unserer Söhne und Töchter, unserer Männer und Frauen, un»erer Lehrer ur.d Rabbiner auf einen Mangel in den Pflanzstätten hin, in denen sie gereift? Blühen unsere Anstalten zur Erfüllung der Thauro, unsere gottesdienslliehen und Liebesanstalten (r:עב—ה ־), blühen sie also, wie sie nur können, sind sie keiner Verbesserung, keines Fortschritts fällig? Blühet unser Gottesdienst? Entspricht er,den Bestimmungen seiner Stifter und Ordner, den Namen Gottes gemeinsam zu heiligen und verherrlichen, um Ihn, um diesen Einen uns alle in Liebe zu sammeln, die Geister und Herzen, immer frisch erleuchtet und erwärmt, mit Gottesliebc und Gottesfurcht und Gottvertraucn fürs jüdische Leben zu rüsten? Wohnt die Andacht in unsern Gotteshäusern, schwebt die Verherrlichung auf unsern Liedern, spricht die Erhebung in unsern Worten, faßt ein Geist des Beten* unser aller Gemüter, das Betopfer zu vollbringen, im Gotteshau-e Geist und Herz Gott zu weihen, und diese Weihe im Leben, da mit dem vollen jüdischen Leben zu vollenden? Ist es? - Könnte es nicht noch herrlicher sein? Ist es nicht? — Wo ist der Mangel? Sind unsere Bäder, unsere Gräber, unseie Schächter uni Bäcker, unsere Beschneider ur.d Schreiber was Sie *ollen, wie sie sollen? Könnten wir nicht noch andere Anstalten und Einrichtungen ge• meinsam ms Leben rufen, d׳e cfie Erfüllung, die volle Erfüllung, die treue Erfüllung der Thauro fördern könnten, daß der Raum der Thauro immer herrlicher blühe und immer voller alle ihre Leben*früchte reifen י Blühen unsere Liebesanstalten, unsere Anstalten der Armen- und Krankenpflege, blühen *ie also, wie sie nur können, * nd •ie keircr Verbesserung, keines Fortschritts fähig ׳' Wird ihr Ziel erreicht. Schmerzen und Leiden, Sorgen und Kummer, Not und Elend zu mindern, die J.iellen des Elends zu verstopfen. Müßiggang und Unwissenheit und Lasterhaft'gkeit zu bannen 1 Blühen unsere Gemeindewv«en, waltet in ihren der Gei-t de* Recht», der Wahrheit und d ■* Frieden!, beseelt Gemcin-i-ti un» d.-n m das eigene Wohl, der eigene Friede nichts g It, so r.'cht da* Ganze wohl begründ׳•! *t ׳ So ur d ühnich sollte!■?der e'n/elne Jade nr 1 |ede j(111»;h•• f i■•»»•••• heit In jeder Zeit sich fragen die Summen des ererbten Gutes erhalten