Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 11/12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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>1 htirntn« I 11 •1יח^;» ImM» 11)•! t K. \|rjr.־‘ יין'. darf nachdenklicher Frgründung“ zu verfehen, statt fir in fchnell fertigem Kritizismus mit Grimms Märchen in einen Topf zu werfen. .So dachten wir bisher. Zu unterer gr< hen Überreichung lind wir nun eines anderen belehrt worden durch Herrn Prof. Dr. A. Sulzbach in Frankfurt a. M., der in Heft 9 10 des Herliner )efchurun mit einer Stelle in Aboda Sara ISb und der. Erklärung Rafchis dafelbft unter der Bezeichnung ״Schlimme Legendengebilde über R. Meir" in einer Weife umgeht, die den fchärfften Protest jedes talmudifch Gebildeten und talmudifch Fühlenden herausfordert. Nachdem (ich Herr Prof. Sulzbach mit einem vom Seder Hadoroth überlieferten ״fchlimmen Legendengebilde" feufzend abgefunden hat, fährt er fort: ״Doch über alles geht jene üble Nachrede hinaus, die R. Meir eine Nichtswürdigkeit undichte!. In b. Aboda Sara 1Sb wird!*erlebtet, dah R. Meir (ich nach Affia fortgemucht יע־לי habe, nach einigen wegen ״jenes Vorgangs“ •יא'־.־ דע,‘.־־, nach anderen wegen des Falles der Berurja. Über erlteres wird noch zu fprechen lein, über letzteres, was uns hier befonders intereffiert, wollen wir Rafrhi hören Fs habe, fo bemerkt dieler, Berurja, die Frau des Rabbi Mnr, einmal über den Ausfpruch der Weifen, der behauptet, die Frauen leien leichtlinnig, gelpottet, worauf ihr Mann ihr zürnend zugerulen: So wahr du lebft, dein Leben wird ihren Worten noch recht geben. Darauf habe nun R. Meir einen seiner Schüler angeftiftet, es zu versuchen, (eine Frau zum Ehebruch zu verführen, dem Schüler sei dies gelungen; als aber Berurja erfahren, dah ihr Mann davon gehört, habe fie aus Scham Selbstmord veiübl." Aut Grund diefer Rafrhi-Erklärung ergeht lieh nun Herr Pro(. Sulzbach in den Itarksten Ausrufen der Entrüftung über die Ungeheuerlichkeit dieler von R Meir berichteten Handlung, die ״den Stempel der Lüge an lieh trage, kein Hauch der Wahrheit 11t an ihr zu Ipüren“, lie lei nichts anderes als eine fchlimme Legendenbildung. die dem Kreile der Milelifchen Märchen angehore ulw ulw. Wir wollen einmal zugeben, dah Herr Prof. Sulzbach die Frklarung Rafchis richtig wiedergegeben hat: R. Meir habe, um leine Gattin von ihrer Luft zur Verfpottung eines Ausfpruchs der