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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 9/10 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
9/10 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 37)
Language
German
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Krlijjionslnst‘ Kihik J1N Dort heiht es nämlich anläßlich des Segen*, den [דיי:, צ־־ dem Abraham erieill: ":־:־■ "אד־ :— אב*: :ד־ ־אד*,;; :— א־.־ ־־א־ ״ ־־א ־זא ־:־:א; א-Kr segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram, d. i. genau, wie wir sogen: Gesegnet seist Du, und dieser Vers ^enthält das Geheimnis der Segnungen." Wir verstehen unter Segen die Gewährung unserer Lebensziele, wie ja Gott von uns fordert, dah wir ihn segnen d. h. ihn bei der Erreichung Seiner Weltenziele fördern, f ür den vollkommenen Mrnfchen, tür einen Abraham, lallen nun beide Ziele zusammen, denn seine höchste Glückseligkeit ist Gott selbst und die Verwirklichung der göttlichen Weltzweckr. Wenn nun =*:־'־ א: gesagt wird, so ist das zugleich ein “.־'־ א־:, denn Ahram tühlt (ich nicht beseligt, wenn (iott nicht durch ihn gesegnet w ird. Und dieser Vers enthält in der lat das Geheimnis aller Segnungen und aller Seligkeit. bei all unserem Tun sollen wir wenigstens mittelbar den obersten Weltzweck und müssen wir wenigstens mittelbar unser seliges Kndziel anstreben. Wer lidi über die mittelbare Zweckbeziehung aut (iott nicht erhebt, handelt zwar nicht vollkommen, aber auch nicht unnütz oder gar unfitllich. Unsere Pflichlertüllung und Tugendübung ist allerdings um so vollkommener, je mehr das Wohlgefallen am inneren Werte des (ittlich Guten jede eigennützige Eolgenberechnung überfällig macht, oder der Keweggrund der Goltesliebe den Antrieb der Selbstliebe überwiegl. Sie verläuft aber noch im Einklänge mit dem göttlichen Willen, wenn wir uns zunächst nur durch den Ausblick auf unser ewiges Glück zu ihr auffordern lassen. Denn auch zu diesem Ziele hat er uns bestimmt und um dessentwillen den mächtigen und unaustilgbaren Vollkommenheit*- und Seligkeitstrieb uns eingeptlanzt. In ungezählten Lagen bedarf der MenfcJi dieses Spornes, um seiner Pflicht- und Tugendliebe nachzuhelfen. Der übliche Gefchmack oder lakt reicht ebenfalls nicht aus. Übrigens wogen sehr häufig heim littlich guten Handeln die Ab(ichten und triebkrätte durcheinander, so dah bald diese, bald trne die Überhand gewinnt Ott ist es auch nicht sowohl die littlich gute Handlung, insotern lie gut ist, was unmittelbar und ausdrücklich aut das ewige Glück hingeordnet wird, als vielmehr die mit ihr verbundene Muhe und Anstrengung. Wer aber dir

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