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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 9/10 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
9/10 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 38)
Language
German
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K<-|ii'1<»n&lose klhik 1 Belchwerden der Pflicht und Tugend um des ewigen Lohnes willen gern auf lieh nimmt, handelt so wenig unedel, wie der .Soldat, dem dir Auslicht aul eine friedliche freud- und ehrenvolle Zukunft die Strapazen des Krieges erleichtert. Die Anlicht, dah die vollkommene Liebe zu (iott jede Rücklicht aul das eigene Sein und Wohlsein notwendig auslchliehe, verkennt das Wesen der Liebe. Wir sollen Gott lieben, weil es kein Wesen gibt, das mit unserer zur Liebe gefchaffenen und von Liebe gelr.ebenen Natur so sehr übereinstimmt, daher in soldiem Mähe tür uns ein Gut ist, wie Kr, das Gut aller Güter, (ede, auch die uneigennützigste, Liebe hat Freude im Grlolge, steht also zum Glückleligkeitsltreben in naher Beziehung. Die echte Liebe ist ihrer Natur nach bereits eine Vereinigung des Liebenden mit dem Geliebten, nämlich eine Vereinigung der beiden Willen oder Gemüter In dieser Seelengemeinfchatt beruht das Glück der Liebe. Ks wächst in demselben Mähe, als jene oder die Liebe selbst zunimmt, und erreicht den höchsten Grad, wenn zui l.iebeigemeinlchatt die ersehnte Lebensgemeinlchalt hinzutritt, der Liebende also, der lieh mit dem Geliebten eins fühlt, mit ihm auch e 1 n Leben führt, ihm nahe ist und ihn gemehl. Wie die Frucht lieh aus der Blüte entwickelt, so quillt die Freude aus der Liebe und die höchste Freude aus der vollendeten Liebe. Daher kann auch die vollkommenste, oder ״reinste“ Goltesliebe nicht genuhlos sein. Vollkommen ist lie, wenn lie in der inneren Gutheit, .Schönheit und Liebenswürdigkeit des göttlichen Wesens ihren Beweggrund hut, oder wenn dieses um seiner selbst willen geliebt wird Sie bereitet den höchsten Genuli, sobald die liebende Seele die unendliche Vollkommenheit Gottes unmittelbar und klar Ichaut Sie ist auch Idion hinieden Genuh. weil die Zuneigung zum un endlichen Geiste, der alle Vorzüge und Güter unseres Geistes in unermel'licher Fülle in. lieh >< reinigt und daher unser Vorbild ist, f■ uns nnturgemnh zur Ireude stimmt. Sk ir treuen uns innig darüber, doh ei alles das ist, was er ist. Wir treuen ui s innig darüber und tchatzen uns glücklich, ein soldies Wesen über uns zu haben, es erkennen, liehen und einen zu können. Aul dieses Wonne gelühl verzichten. Iieiht den Begnll dei Gc.i.edicbe verstümmeln, deren Vollendung verneinen

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