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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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Urli^i»»1ts)1»s«- 1• thiK ' 17• Heimatfeligkeit koften läf»t. Und vielleicht ift der tiefere Sinn der Worte des Rabbi )akob in den Sprüchen der Väter, die dem Ethiker des ludentums, Lazarus fo viel Kopfzerbrechen verurfachen׳ dab er lieh (ogar veranlaht fühlt, die Reihenfolge feiner Worte umzuftellen, damit er nur fein ״aber' anbringen kann*), der, dab er meint, dab der Wert des Unftcrblichkeitsglaubens für uns lieh in der ־.״«■:־ und den =דע״״״ם צ':י offenbart, die wir durch diefen unvertilgbaren Glauben hinieden vollbringen und die Überfetzung würde dann etwa lauten . ״Das Schöne von all dem Leben der zukünftigen Welt d. h. von dem Glauben an diefes Leben, ilt die Stunde der Rückkehr und der guten Taten, zu denen diefer Glaube veranlaht und umgekehrt, das Schöne von dem fo gelebten diesfeitigen Dafein, ift die Stunde der Seelenbefriedigung, das es einem in der künftigen Welt fiebert" Und wenn es heibt ״uns alle hat y es betrogen : das Sinnige Märchen vom Glück״; das ״fonnige > Märchen von Glück" hinieden allerdings, wenigftens öfters. Die Vertreibung des ewigen Glücks aber wird uns nicht betrügen; dafür bürgt uns der gefreue Gott mit Seinem wahrhaften Wort. Das Menfchcnfebrn vom erlten Wimmern des Säuglings bis zum letzten Röcheln de«. Sterbenden ift ein langer, anhaltender Schrei nach Glückfeligkeit; die Gcfchichte der Völker,' der ganzen Menfchheit ift ein raftloles Rennen, eine ununterbrochene )agd nach dem Glücke. Ift diefes Treiben zwe klos und der Trieb, der es verurfacht, ziellos, Io hat Gott dem Könige Seiner fichtbnren Schöpfung einen Stein ftatt des Brotes in den Schob gelegt. Der Gedanke, dab gerade die vernunftbegabten Lebewefen und fie allein in einen unversöhnlichen marternden Widerftreit zwifehen Trieb und Ziel geltellt feien, und dab ihr anhaltendes und unge- (tümes Seufzen nach Glück fchlieblich durch drei Schaufeln von Erde zur Ruhe gebracht werden füllen, •entha't die ungeheuerlichfte Anklage und Läfterung gegen den Schöpfer. Wer den Antang feine«. Dafeins wahrhaft bejaht, kann das Endziel deUelhen nicht vernein״!!, wer an lieh felblt zu glauben wagt, der mub au<h an (ein wahres Gliuk glauben. Wer mit ganzer Gemütsruhe den Widrrlprurh ertrugt, nach der voll- V - . I (1־. I 1111׳ <l< •> Iti.li iKii I י־. I) f.

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