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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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KHi^i'inslnsr 11111 ־k ־ ו , 1 die nur äuberlich zufammenleben, hindern als eine innerlich geeinte Familie, deren oberfte Spitze Gott ilt, der fie eint, die als Ganzes von der Tugendliebe durchdrungen und nach dem Tugendbilde geftaltet fein foll. Der religiöfe Menfch erblickt die Erfüllung des fittlichen Gefetzes in der Liebe zu Gott und zum Mitmenschen, daher mub er auch teilnehmen an der Arbeit zur fittlichen Hebung feines Nächften. Er darf und kann nicht zu fpröder Abgefchloffenheit und Ausfchlieblichkeit fich in lieh felbft zurückzieben, unbekümmert darum, ob dfe Welt zugrunde gehe, wenn nur fein teueres Ich in Sicherheit gebracht ift, hindern je inniger er fich an den göttlichen Willen hingegeben hat, defto peinlicher empfindet er den Gegenfatz zwifchen der Welt, wie fie fein follte, und wie fie wirklich ift. Und darum wird gerade der Tugendhafte trotz dem beglückenden Bewubtfein, mit dem treue Pflichterfüllung ihn belohnt am härteften von dem Widerftreite feines guten Willens mit den verkehrten Zeitrichtungen betroffen; je redlicher er für das Gute kämpft, defto mehr hat er unter dem Widerfpruche und Widerftande des Böfen zu leiden. Bedürfte diefe Behauptung noch einer erfahrungsmäbigen Betätigung, fo genügt der Hinblick auf die ernfte Grundftimmung all unterer groben Wahrheitshelden, die es nicht blob mit dem Munde, bindern durch die Tat gewefen find. Was fie aufrechthielt, war der Glaube an die unhefieghare Madit des Guten, die Hoffnung auf den endlichen Sieg desfelben und die fette Zuverficht, dab dem redlbhen Kampfer der endliche Kampfpreis nicht entgehen kann. VII. Ed. von Hartmann begleitet die Fifteltöne der ftoifchen Moral mit dem Trauerbab der ״opfermutigen Hingabe an den Weltprozeb“, in dem das unbewuhte Alleins leine Erlnlung findeV Er läbt das littliche Lehen im Nirwana uni! rgehen, einem Zuitteming von Sein und Nichtfein, das dem Beoiirfniffe abgelebter und lehrnsüberdrüffiger Lebemenfchen entfprechen mag, gefunden! Empfinden und Wollen aber nimmer genügt. Dieter Stoiker gehört zu den ״ftärker beanlagten" Naturen, denen es gegeben ilt, fich in einen ״heiligen Unwillen“ hineinzureden, in einen ״Grimm, der in einen

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