Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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1■••■ };tnkיווויו:1ו1ין\1 1c,; Religionslose Ethik? \ 1>u r I'1! 1 r r 111;1111! Klette 1 M‘U!-hk1n l11״. VI. ant mit feiner Schule und auch manche, dir nicht zu ihr * N gehören, halten nach ultrn Vorbildern de,ו Dew eirund der Selbltliebe und des Seligkeitstriebes für unvereinbar mit echter Sittlichkeit. Diefe Sittenlehre klingt erhaben und ilt in der Tat Io erhaben, dah lie in der l.ult fchwebl, weil lie aut unnatürlichen und unwahren Vorausfetzun«en beruht. Das littlich (lute tritt in der Form von Werturteilen und Werttfcfühlen ins Dewuhtfein; daraus erkennen wir. dah es nicht hlofi das Seinlollende, hindern auch »las wahrhalt Dettlückende ilt, uns nicht nur mit dem oberlten Weltzwecke in Kinklanu fetzt, hindern auch unferem höchften Seli!>keitsKUlr enh>e1>entührt. Der Menfch bleibt auch in!einer littlichrn lletüti1»u1H> an die ihm angeborene Naturbellimmtheit gebunden, intolyedellen er unwider- (tehlich f>enolik>l ilt, leine eigene Natur und Welenheit zu bejahen und deren allfe tine Vervollkommnuni,‘ und fteleln,׳un1> zu wmilchen. Kr würde allo den unbelieylichen lollemu der Sittlichkeit beftandiK in lieh herumtraijen, wenn er ohne alle Rmklicht aut das eigene Selbft dos (iule zu tun und leine!,flicht zu erfüllen halle Das wäre ein furchtbares Verhängnis Niemand ilt lieh lelblt M'üenüber Herr!eines Wollens; ein jeder muh vielmehr feine eigene Natur als nachltes (lut unailsijeietzt mil wohlwollender liehe Umfallen und ilt ebenlowpiii!( imftande, ihr fein Interelle zu entziehen, als er lie zu /erhören vermutf. Auch der Selbltmorder beobaditet noch das (leletz der Selbltliebe, da er lieh iin lode Ruhe zu verhhallen lucht Und wer fein körperliches heben für die l'flichl h1nt!1bl. wer hdi lur eine Idee aufopferl, will lein wahres leben in .Sicherheit bringen, lein befferes Selbtt reiten V.ir ״..׳ren durchaus unlahii‘. Welen auher uns zu liehen, wenn wir nicht 1.,enoI1:,,t wuidc-n. /unachll uns felhlt zu heben Denn dadurch, dah wir unlerer eigenen Natur zu!>etan lein müllen. werden wir erlt in den Stand ►!elelzl und ^eneiijt gemacht, liefen Welen, die uns!•leidien oder ähnlich