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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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I<;1t1>nn« r Hirsch *י ־*11* ויחוו *צי׳ *!rlh. Rcliyi «ns^s! lls! h »fl /״ I 11״h IM religionsgefetzlicher Beziehung keinem noch gefetzestreuen Juden die gcringfte Gewähr bietet, und habe nun neuerdings diefer Vorhand und der Rabbiner ihre dem orthodoxen, gefetzestreuen Judentum diametral entgcgenf.'ehende Richtung durch den Beßhluß bekundet, eine Orgel in die Gemeindefynagoge rinzuführen und dadurch den (ynagogalen Gottesdienft noch mehr!lein jüdifchen religionsgefetzlichen Geifte zu entfremden Diefe Zuftände haben endlich die gefetzestreuen jüdifchen Familienväter, die Sie mit Vertretung ihrer Angefegenheit betraut, zu dem Entfchluffe gebracht, fich von dem unter Leitung des dortigen Vorftandes und Rabbiners flehenden Religionsgemeindewefen förmlich loszufagen, und zur Rettung ihres Gewiffens und der religiöfen Zukunft ihrer Kinder eine eigene orthodoxe jüdifdir Religionsgefellfchaft auf der unveräußerlichen Bafis des alten jüdifchen Religionsgefetzes zu begründen, innerhalb deffen alle für das jüdifche religiöfe Leben erforderlichen lnftitutionen ihre gewiflenhafte Pflege und Leitung finden füllen, und haben Sic mich mit dem Erfuchen beehrt, mich über diefes Vorhaben und deffen Dringlichkeit im allgemeinen als auch in Beziehung auf den erwähnten Vorgang gutachtlich zu äußern: a) ob der Befuch einer Synagoge, in welcher an Sabbaten und Fefttagen eine Orgel bei dem Gottesdienft zur Verwendung kommt, den orthodoxen Juden geftattet fei und b) ob ein Rabbiner, der die Einführung und das Spiel in der Synagoge an den genannten Tagen erlaubt, das Vertrauen der Bekenner des orthodoxen ludentums beanfpruchen kann, insbefondere ob er befähigt fei, rabbinifche Funktionen wie Ehefcheidungen, Chaliza-Akt u. f. w. vorzunehmen und über religionsgefetzliche und rituelle Fragen in einer für den orthodoxen Juden giltigen Weife zu entfeheiden? Hierauf habe ich zu erwidern die Ehre: Was das Vorhaben zur Begründung einer orthodoxen Rehgionsgesellfchaft betrifft, so leidet es ia, nach all dem in Obigem mir vorliegenden, nicht den leisesten Zwei>1, daß die dem orthodoxen Judentum treugebliebenen Bekenner fchon längst nicht mehr in die religiöse Gemeinfchaft des von dem Vorstande und dem Rabbiner der dortigen Gemeinde vertretenen und gepflegten Religionswesens gehören. Zwifchen dem orthodoxen Juden und

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