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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 5/6 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
5/6 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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.mir. W! ׳וזוי>. > 1י1)ן ו •1 M«»111 n י\> חו n*׳t׳.l ח •יי• •י;_־11 >1 r׳ י• ן! ך, m hicttrnnssewelchen Feiertag wir )uden jede Woche haben ’" .Den .Sonntag", lautete die Antwort. ״Aber wirklich den Sonntag wir luden}" - gab ich zurück. Ich ftand da in frhwerer Verlegenheit mit gerötetem (!dicht aber meine Kinde blieb Itumm und (tumpt, nirgends erhob lieh ein Finger zu dem von mir Io lehnlich erwarteten Widerfpruche. .Habt ihr denn fchon etwas vom Zehngeböte gehört? - forfchte ich weiter um die Kinder aus dider verhängnisvollen Verwirrung herauszuführen. Einige wenige Finger erhoben (ich fchüchtern. Ich will hier den freundlichen befer ni<ht mit all den befchämenden Einzelheiten beläftigen. die ich durchführen muhte, bis ich endlich den Satz zufammen hatte: (iedenke des Ruhetages, um ihn zu heiligen. Sechs Tage follst du arbeiten und alle deine Werke verrichten, der liebente Tag ilt ein Ruhetag" ufw. Nun fuhr ich, mit dielem Satze feft in der Hand erleichtert aufatmend, fort: .Welches ift denn der liebente Tag in der Woche? .Der Sonntag!" .Der Sonntag״׳“ das ift doch wohl fchwerlich euer Ernlt. Meine Klafle bleibt aber au( ihrem Punkte ftehen und ift davon nicht abzubringen. Was da tun? .Welches ift denn der erfte Tag in der Woche?" bohrte meine Frage weiter, in der Hoffnung, vielleicht werde rtieinen Schülern jetzt ein Licht aufgehen und die erlöfende richtige Antwort endlich kommen. ״Der Montag" lautete die prompte Antwort, ohne dnh auch nur einer in der Klaffe mit der Wimper zuckte. In meinem Innern wird es immer drückender und Ichwüler. ״Sechs Tage follft du arbeiten" heiht es doch in unterem Satze, ״welches ift denn der lechfte Tag der Weiche"? ״Der Sonnabend" platzte einer der Schüler mit der Antwort heraus unter lebhafter Zuftimmung der anderen. Ware die Verfchiebung in der ()rdnung der Wo.hentage eine Io einfache Sache, Io fuhr mir der Gedanke wie ein FMitz durch den Kopf, die Kirche wäre alsdann nicht gezwungen gewefen, aus den Worten ״Gedenke des Sabbutes, um ihn zu heiligen", . . . ״du follft den Feiertag heiligen" zu machen und alles übrige einfach zu (!reichen. ... So verlockend mir angefichts dessen auch die Verfuchung zu einem interellanten religionsgefchichtlichen Exkurs fein mochte, was lollje ich damit vor fo gearteten Schülern anfangen?' Schon glaubte uh mich mit meiner Kunft am Rande, als mir noch .in letzter Verfuch ratlich fchien, meine Schüler auf das richtige Geieile zu führen ״Wie", fuhr ich fort, ihr habt doch wohl alle fchon einmal einen Kalender ge- (eben, welcher Tag wird V rt als der ertte in der Woche hezeuhnet? ״Der Montag" verlc/.ten meine Schüler. Welcher lag wird dort als der liebente aufgelührl ■’ .Der Sonntag"' Was lollte ich Armlter da noch weiter anfangen ’ Kurz entfchlossen lugte ich: Ihr habt wohl alle einen Kalender zuhaule, ihr werdet ihn einfehen und mir in der nachften Stunde lagen, welcher lag dort als der liebente in der Woche verzeichnet ist, welcher als der erlte, welcher als der lechlte' Sun eine andere Frage ״Welche Feier-

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