Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 5/6 (1920) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
5/6 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 40)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4900572-5964867-5964976--2463-4902963
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

11י .׳•, half nri»'׳'111. •׳ i I »■!■׳ n ■זיו■ יי U• r 1111• r j׳״i 1 י1.וזו י,ח יי isl fir doch im hehrail’chen Spradigeiste in ihrem Verhältnis zum Menfehen (־ א־כ•.-*'s) dem Weihe uleich, das feiner höchften Be- Stimmung und Vollenduni* nur durch die Verbindung mit dem Manne zugeführt werden kann - am Ende der Tage wird der Menfch nicht die Natur, (ondern die Natur wird ihn suchen und finden Y '■י• Schattenrisse aus dem religiösen Leben in der Berliner jüdischen Gemeinde. \..n Kahlen■ r 1 »r. I ».יזוזו•! l ink. 1׳ Orl'׳t/11ng 1 * 1 ln diefen Zusammenhang gehört auch die nachstehende Szene, deren Sihnuplatz zwar nicht mein Arbeitszimmer bildete. Der freundliche Leser wolle mich im Geiste zur eleklrifchen Strebenbahn begleiten, aut welcher ich in das W ,. ל .... Reatgymnafium im Berliner Westen tahre, um dort den jüdilchen Religionsunterricht zu übernehmen Nach einer kurzen Vorstellung beim Direktor der Anstalt, begebe ich mich in das mir angewiefene Klassenzimmer. Hier linde ich etwa 40 Knaben im Alter von II 14 fahren verfammelt. (Der Unterricht wurde in der Anftalt in drei Kurien erteilt, zu welchen jeweils die jüdilchen Schüler von 2-i Klassen zusammengezogen waren). Ich taufche mit meinen zukünftigen .Nchülern einen kurzen Grub aus und stehe da - unter dem Drucke einer unlagbaren Verlegenheit. Mich halt die Fra^e m Atem: Wo anfangen, wie einletzen ’ Weib ich 11• xh nullt haben die Kinder überhaupt fchon jüdifchen Unterruht gehabt, wer hat ihn gegeben und vor allem, wie ist er gegeben Worten ,י Was darf der Unterruht vorausfetzen, um darauf weiter zu ha u׳n ' Da e> tür mich denn doch gar zu peinlidi geweien war• wenn Ichon die eiste Frage ins Leere griff, beginne uh u igendermaben. ״Was wollt ihr, Kinder, bei mir lernen"!’ ״Keligu lautete die Antvort und findet Inder Klaffe eine volle Kelonanz. .Nun, wiht ihr dodi". fuhr ich lort, .dab es verfchiedene Religionen gibt. Weld.e Religion wollt ihr bei mir lernen ’" .ludtldie Religion* verletzten meine .Nchüler. .Warum nun gerade judildie Religion" tuhr uh weiter fort:’ .Weil wir Juden find", gaben mir die Kinder prompt zurück. ״So, ganz riditig, fo ist es audi", tuhr uh tort. ..Nun, so werdet ihr mir auch lagen können,; . ..illiv.it^ ■ :1 1 I 4.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.