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Jüdische Monatshefte · 1920-01-01 · 3/4 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
7 (1920)
Issue
3/4 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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62 Möglichkeiten. »erkannt. Ks erlicht nit-h die Frage. wie weit dieser Felder wieder f1״ gemacht werden kann. Letzten Kndes iiiuhh auch für diese verwickelte Frage der דין, das Keligionsgesetz normgebend sein. Denn das dürfte!'entstehen, dass alles, was heilige Lehre aufnahmswürdig aus dem tiehiete anderer Weltanschauungen 7,ulässt, nicht als Assimilation bezeichnet werden darf. Hier, wenn je, gilt die eindringliche Mahnung ."אי* “.צדק דלג• Bewusst oder unbewusst t&nseht man stell und andere, wenn man das Wort von der uationalen Kultur so prägt, als uh die Gesamtheit der Lehensäusserangen und Lehenshetiitigung eines Individuums und einer Summe von Individuen ganz autuehthnn ohne Beeinflussung durch l'uiwelt ■ich gestalten konnte. (11 diesem Sinne gibt es überhaupt die Nationalität einer Kultur nicht. Fine tiefergehende Begriflsdetinition tiihrt 711 derselben Krkenntni». Das Bedürfnis nach Kultur entsteht in dcmsclhen Augenblick, in dem mau einen Gegeusatz der Welt zu sieh und sieh im (iegeusatz zur Welt empfindet. Die- Mr Gegensatz liegt zunächst auf dein Gebiet des äusseren Naturgeschehen* und ist in Genesis III, 17 klar umschrieben; der Versuch, diesen (iegeusatz zu überwinden, ist technische Kultur, deren ver- ■chiedene Aeusscrung, in Fortschritt oder Stagnation, niemals von nationalen, sondern lediglich von klimatischen und geographischen Begleitumständen bedingt ist, auch wohl von besonderen Kreigniasen HohstotTmangel etc.) neue Impulse erfährt. Ks wird gewiss niemand solchen Kulturtaten eine nationale Prägung zuerkennen, seihst wenn sie in irgend einem Land zu besonderer Blüte gediehen sind. Was früher auf diesem Gebiete reine Kmpirie war, wurde allmählich (■egenstand wissenschaftlicher Forschung und auch hier wird niemand den universellen Charakter bestreiten. Letzten Lndes ist auch der Handel, der ökonomischer! Zwecken dienende Weltverkehr ein Instrument der technischen Kultur; in- •ofernc spricht Schiller von dem (inten, das sich an das Güter •uchende ScliitT des Kaufmanns auschlicsst Doch hat tausend jährige Krfahrung zur (!einige gelehrt, dass alle technische Kultur im besten Falle eine zureichende Grundlage der Krhühung der Glürkcssiimmc des Kinzelneii und der Menschheit ist, dass ferner ihre allzimtarkc Bewertung und Betonung Menschen vernichtet und

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