Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- 1/2 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Von der Frankfurter Jeschiivah. ♦> der Thora, wie keine andere sonst, sc hon an sich au( "tele lebendige Mitteilung, auf Diskussion und Ideenaustausch angewiesen ist, s« erzeugte schon ohnehin die IMlicht des unablässigen Weilerstudiums seihst für den I lüchstbcgabten das Mcdürfnis. in steter Crmeinschaft mit (Jcnosscn oder Schülern weiter zu .lernen“; da ferner ebenso es für jeden Juden als heilige, an keinen Stand und kein Alter gebundene IMlicht erkannt wurde, sein!ebenlang in der Kenntnis des göttlichen (Jeset/es fortzuschreiten, somit nie aulzuhören zu lernen und selbst (!eschäflsleute, wie nur immer sie konnten, sich •bestimmte Stunden“ fürs .Lernen“ reservierten, so war jeder Jude darauf hingewiesen, sich fürs ״Lernen“ an irgend einen flenossen oder Lehrer anzuschlieflen; also dali man im grollen (ianzen fast sagen könnt(“: di(* ganze jüdische Nation bestand aus Lehrern und Schülern“ (das. . Wenn aber nun auch die Wissenschaft des Judentums als ein Anliegen der < lesamlnation, als eine populäre Wissenschaft im edelsten Sinne des Wortes bezeichnet werden muH, so darf doch diese Krhebung der (iesamtnation zu einer wissenschädlichen Vereinigung von ״Lehrern und Schülern״ wahrlieh nicht als eine immer weiter fortschreitende Herabdrükkling des Thorastudiums zum Niveau des עם הארץ miliverstanden werden. I )er (•(‘lehrte, der, ob angestellt oder nicht, den l'nterricht. die Mitteilung seines Wissens als erste IMlicht erachtet. muLl eben in Wahrheit ein (ielehrter sein. Ln! aber aus dem 0!!11־ Dilettantismus eines spärlich errungenen Stückwissens hei auszukommen, nuil.5 der künftige ״(!elehrle“ in seiner lugend es der Mühe wert erachtet haben, doch mindestens ein oder zwei Jahre lang das Thoralernen als tägliche Hauptbeschäftigung /u betreiben. In diesen Studienjahi!•וו wird er vor allem liescheidenheit und Zurückhal'ung im l ’rleil h rnen. Nicht nur wird er vom ״Meer des Talmuds" schwärmen, die meeresgleiche l'nübers<*hbarkeit des Talmuds wird ihm zu einem persönlichen Lrlebnis werden, dessen Fernwirkung vor allem in jener .כבוד התו־י zutage tieten wud. die wr mehl ansteh 11. als den köstlichs'.en. bedeutsamsten Zug im Charakterbild(■ einer an den Drusten echter Thorawissenschaft genährten IVrsünlichkeit