Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 9/10 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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206 Trennung von Kirche und Staat. (iattin folgt, füllt in> (Jrhinnom, denn cs heiUt Kön. I. 21, 25): Ks hat wirklich nicht wieder gegeben einen gleich Achal) u. s. w. Im Sprüchwort heitlt es aber doch: Ist deine Frau klein, so hücke dich zu ihr hinab und flüstere ihr ins OhrV Das ist kein Widerspruch. Das eine gilt für himmlische, das andere für irdische Dinge.“ ' Wer das Unglück hat, eine Isebel zur Frau zu haben, der möge ihre Herrschsucht in דל' דע^סא:, in irdischen Dingen (Küche, Keller, Toilettenfragen etc.) sich austoben lassen, nicht aber in heiligen Dingen. In דשם־א ,S'c darf man kein Pantoffelheld sein. Da gilt das Wort: ך: S'.rc' ודי״יא, er soll dein Herr sein! — Es war der (Irundfehler Korachs, daü er immer nur die Kompetenzen von Moses und Aharon einzuschränken suchte.' Er hätte besser daran getan, sich gegen die Arroganz seiner eigenen flatlin aufzulehnen. — So lehrt uns ein Blick hinter die Kulissen der ersten Revolution, wie menschlich, allzumenschlich es schon in Korachs Zeiten zugegangen ist. R. B. Trennung von Kirche und Staat. Als Pius X. bei seiner Verwerfung des französischen Trennungsgeset/.cs die allgemeine Behauptung aiifstelltc: ״I)ass das Staatswesen vom KireliCnwesen getrennt werden müsse, ist sicher eine ganz falsche und höchst verderbliche Meinung“, machte er dafür vier (»ründe geltend : 1. Zuerst fügt sie jene Meinung flott schweres Unrecht zu, da sie auf dem (!rundsatze beruht, dass der Staat sich in keiner Weise um Religion kümmern solle, flott ist alter Schöpfer und Krhalter nicht weniger der menschlichen (!cscllschaft als der