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Jüdische Monatshefte · 1919-01-01 · 7/8 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
6 (1919)
Issue
7/8 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 38)
Language
German
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182 Religionslose Kthik 't Holl nur 80 viel heissen, dass jede ,רצלד wegen ihres eigenen unvergleichlichen Wertes unbedingt zu schätzen und mehr als alle zeitlichen Güter zu liehen sei. bedeutet aber nicht, dass ,,das (Jesetz seine verpflichtende Kratt in sich seihst hat.“1 Zudem leidet dieser (Jedanke daran, dass er eine Instanz des Guten und Sittlichen konstatiert, die unabhängig von Gott־ existiert, nach der sich Gott richtet. Kinc derartige Instanz des Sittlichen über Gott existiert aber nicht. Gott ist nicht nur Offenbarer der Sittlichkeit, sondern auch Urheber derselben. Sagen wir aber, dass das (Jute etwas ist, was ohne den Willen Gottes ist und sogar für seinen Willen bestimmend war, dass das (Jute (Jott gewisserinassen nur zur Snnktion Vorgelegen hat, so könnte man ja «las Gute üben, auch wenn man auf die Sanktion seitens der Gottheit verzichtet Ks gäbe also eine Sittlichkeit ohne (Jott. Woher aber dann diese Sittlichkeit ihre verpflichtende Kraft herleiten sollte, ist ganz unerfindlich.1‘ _ Unabhängig im eigentlichen Begriffe heisst und ist die Moral die den Menschen selbst als Uichtschur und Quelle des sittlich (Juten gelten lässt. Und hierbei ist ,eine zweilache Auflassung möglich, entweder ist die menschliche Natur nur der nächste oder aber der alleinige Grund der sittlichen Verpflichtungen. ln der religiös begründeten Sittenlehre kann nur die erstere I'latz linden. Die Unabhängigkeit der Moral in diesem Sinne ist utiahweislich, aber auch ausreichend. Sittliches lland«ln ist freies Hamicln, des Menschen eigenstes Tun, und das Sittengesetz muss den Willen binden und zugleich (rei lassen. Ks darf daher nicht den ‘ ' erheben, den Menschen nur von aussen zu bestimmen oder ihm etwas aulz.unötigen, was dessen Wesen fremd ist. Die sittliche Ordnung ist aber ein <|er menschlichen Natur innerliches und verwamlles Gesetz, trotzdem sie nur aus dem 'Willen Gottes abgeleitet werden kann. WÖT v llartmaan meint zwar: ..Der Versuch, durch Ausführung ey(?s (rem len W illens ein llumltdn von objektiv sittliidieui Werte zu erzielen, ist ebenso verkehrt wie 1 Im«, s 1 |o \nl »!■■סס• Schritt, I• i* ׳!!iim'Ihii S>1■,noingen der ticgi nw.irt mul .Imlcntimi S. jtI 1992

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