Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 7/8 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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17B Religionslose Ethik V nnd kennzeichnen, da« ist de-s Weibes Domäne! Ist das nicht viel, mein liehen Kind, wirklich nicht genug, um ein Lehen aus■ zOfüllen? Ach, wie ist mein Vater so altfränkisch, nicht wahr, das ist Dein St<dlscnf/.er1 Aber unsere Weisen *rt «lachten, dass intensives Thorastudium vielleicht in Kuren! Gemüt ein Gefühl der Unzulänglichkeit und daraus weiter ein Gefühl der Unlust erzeugen möchten, welche Euch die Fähigkeit rauhen, Eurer wahren Stellung im Siegeszug der Tlnira gerecht /.u werden Du wirst ja wohl aus Deinen philosophischen Studien wissen, dass Unlustgefühle Quelle alles Übels sind — und halten deshalb Euer Thorastudium als bezeichnet. Nun magst Du Dich Deines Vaters schämen, ich kann «las Wort nämlich nicht übersetzen. ”Aber sm-etwas ähnliches, wie das Verlieren des Gesichtswinkels zu dem wirklich Wahren, zu den wirklich vom Allmächtigen in die Welt gesetzten Grenzen und Beziehungen bedeutet es. Sei darob unseren alten Weisen זל uicht gram. Sie haben es gut mit Dir gemeint. — — P. K. Religionslose Ethik? Von Oberrabbiner Dr. Hermann Kl ein-Kismarton (Kiseustadt. Fortsetzung.) IV. Haben wir also na« hgewiesen. 'dass die religionslose Ethik weder die Begriiudung noch den Zweck «les Sittlichen, weder die verpflichtende Kraft noch auch das Ziel alles Streitens, aller sittlichen Tätigkeit zu erklären imstamle ist, so wdllen wir nun uachw,.eisen,dass auch «In׳ Hauptciimendungen gegen die religiöse Moral unbegründet ntol ungerechtfertigt sind. Der beliebteste Eitiwatol gegen!he religiös begründete Moral ist, dass die religiöse