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Jüdische Monatshefte · 1919-01-01 · 7/8 (1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
6 (1919)
Issue
7/8 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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zu einer vollen Ptliehterfiillnng führen“, lehnt hingegen ah das .Führen zur Thora-Gelehrsamkeit, zur wissenschaftlichen Gesetzeskünde“. Man darf wohl annehmen, dann diese Ausführungen eine Art Motivenherieht darsteifen zu der Norm, welche dersell>e Verfasser in Choreh!< 7.יי aufstellt und welehe lautet: Israels Tüehter sollen nieht minder den Inhalt der schriftlichen Lehre erlernen und die Pflichten, die sie als Tochter und Jungfrau, als Mutter und Hausfrau, in ihrem Lehen zu erfüllen haben‘. So,!nein liebes Kind, sprach ein Mann, welcher die Selbstbefreiung der Frauen!wovon eigentlich? in revolutionärer Z« it kennen lernte. Ich wage es ja~gar nicht, Dir nun noch andere Autoren zu citieron, doch da kenne ich noch einen, der auch in diese Zeit hineinragte und der gewiss in all seinen Schriften ued Werken ein sehr feines Verstündnis für das Werden und Wollen seiner Tage bewährte, ich meine K. Zevi Hirsch Chajes S't von Zolkicw, welcher zu Sota 21 hi die Pforten der mündlichen Lehre Kuch nach sorgfältigster Ahwägung verschltjessen muss, l’nd kennst Du den Namen Mainionides, i. e. Hnmbam? Nun, auch dort ('I'. Th. I, 18 lindest Du dasselbe. Du wirst es daher hegreifen, wenn ich angesichts dieser stricten und stringenten Vorschriften an Dich die bescheidene Frage richte: WohinV Ich begreife es aber ebenso gut, wenn mir aus dem Chor Deiner Altersgenossinnen die Frage entgegentönt. Woher, und zwar ein duppcltea Woher! Woher rührt diese Stellungnahme zum der Frau? Woher kommt unser energisches Wollen des Gegenteils V Lass mich auf die zweite Frage zuerst־ die Antwort versuchen; zureichend wird sie sicher nicht sein, denn ich verstehe die ‘ zierte Psyche der Frau von morgen nicht ganz und möchte doch wirklich nicht ungerecht sein. Der ganze Zug unserer Tag!־ ist das vergebliche Beginnen, die secundären Unterschiede der (•«*schlechter zu verwischen; was im Innenleben niemals zur Tatsache werden kann, sucht man iu der Form äusseren Geschehens um jeden Preis zu erreichen. Dem Werden zu lauschen, «las Gewordene zu betreuen, das war Weihes Art. F.s ist wahr, auch im Profanen galt — es ist noch nicht so lange her —!las Prinzip, den Miidchenknospen all das im Wissen zu erschliessen, welch«* in gleichen! Tempo!len Geist beschäftigte 45515 D3B

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