Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 7/8 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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m Aus einem Kommentar zur Miscbnah. Betreten einer Stadt unifahgt, .nichts anderes als der Niederschlag jener feindseligen Stimmung ist, die wir unwillkürlich hei Jedermann voraussetzeu, •solange cs ihm nicht geliugt, oder besser, solange er keine Gelegenheit hat, uns von seiner freundschaftlichen Gesinnung zu überzeugen, ln Käu1|1ferstim1nung betreten wir eine fremde Stadt. Und weil wir Juden auch sonst gewohnt sind, in Kümpfen Gott den Vortritt, bezw. die Hauptarheit zu überlassen, gelangt diese Kämpferstimmung in Gebeten zum Ausdruck, über die Anzahl derselben vgl. Bartinorä) in welchen wir Gott heim Eintritt um Beistand bitten und heim Austritt für sciuen Beistand danken. 5. .Gott lieben נר?1 לררך, d. i. 1*1? יריד* רe *ניע, ist riin-hedeutsamste und folgenreichste konse<|uenz aus dem Gotteinheilbewusstscin Der Beiz, den das Schlechte, Gemeine. Unedle, Sinnliche für uns hat, woraus der יצר הרע entspringt, ist uns von demselben Gott1, dem einzig Einen, wie der Beiz, den das Gute. Edle, sittlich Geistige für uns hai, der dun צר הטוב* erzeugt; es ist eine und dieselbe hiebe des einzig Einen, die uns jeneu wie diesen in unsere Anlage gewebt .... Ohne diesen Beiz wären wir nicht: Mensch, gäbe es keine Sittlichkeit, keine Tugend, wäre alles an uns nur tiergleich physisches Wollen und Vollbringen... (iott mit unseren! gänzan Herzen, mit צר טוב’ und צר רע* lieben, heisst also: unser ganzes Sinnen mit allen Neigungen und Bichtungen, mit allen Anlagen und Strebungen ausnahmslos der Erfülluug des göttlichen Willens geweiht halten und ein jedes also im Dienste Gottes des einzig Einen verwenden, dass dessen Beherrsclmng und Verwendung uns in Gewinnung Seiner Nähe weiter führt.“ Komm. Deut ti, f> ״ .אש־לו נוטל אה נט*טך .בבל גסיטךGott mit unserem ganzen lebendigen Wesen, allen geistigen und leiblichen Seiten unserer Persönlichkeit, mit jedem Momente unseres Daseins lieben, heisst ja wiederum nichts anderes, als mit unserem ganzen Sein nur die in Erfüllung. Seines Willeus zu gewinnende Gottesnähe anstrebeu, unser ganzes Dasein nur in dem Nahescin Gottes schätzen, und dieses Gott Nahebleiben nicht zu teuer durch Dahingebnng unseres ganzen hieniedigen *Seins erkauft glauben. Der Gott nrc: בבל