Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 7/8 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4900572-5964865-5964967--2196-4902703- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Aus einem Kommentar zur Mischnah. 171 als dem gütigen, Gutes gewährenden Wohltäter der Menschen au(, wenn auch andere das Glück teilen, das ihm von Gott heschieden worden.“ (Komm. Gehete S. 724 ( נ״, ני״, הדש ונו׳:. Die relative Geringfügigkeit eines neuen Hauses oder gar eines neuen Gerätes steht mit dem Pathos der t;*T."!tr־Beracl1ah in solch, krassem Gegensatz, dass sehon daraus dem Gedankenlose״ di(‘ Inkommensuiahilität der jüdischen Denk• und Lmptiudungswcise, die mehr als jede andere die Grenze zwischen (!ross und Klein, Wichtig uud Unwichtig, Wesentlich und Unwesentlich etc. als eftrf^Tlicsscnde durchschaut, sich zwingend ergehen müsste, תרעד! וכוי hy דברך. Ks gieht Böses, was schliesslich als gut, und Gutes, was schliesslich als böse sich entpuppt. Wir aber sollen stets den Augenblick nach seinem gegenwärtigen Antlitz werten uud nur insofern misstrauisch in die Zukunft schauen, als wir uns von der Gegenwart niemals eine Freude spenden lassen, die uns übermütig macht, und niemals ein Leid aufladcu lassen, dessen Schwere uns zermalmt. 'וני m.2yvh הצועק. Warum sollte man denn eigentlich nicht im Gebete Aufhebung de« Geschehenen erlichen dürfen? Ist Gott nicht allmächtig? Und wäre seine Allmacht nicht begrenzt, wenn er dem männlichen Fmhrvo nicht befehlen könnte, sich in ein weibliches zu verwandeln und fehlte ihm die .Macht, ein geschehenes Unglück nachträglich doch noch ungeschehen zu machen? Wenn wir nun ein solches Gehet, das sich auf die Kzistenz einer unbegrenzten Allmacht stützt, als השל״, יצוא zu begreifen haben, so erkennen wir daraus, welch ein Imhler. unverstandener Begriff das Prädikat der Allmacht ist, das wir dem göttlichen Wesen beilegen, ohne zu bedenken, dass wenn Gott von uns gedacht sein will, unser Denken von Gott sich nur innerhalb der uns eingeschatfenen I •enkkategorien sieh bewegen kann und darum ein Gebet, das um Aulhebung des Geschehenen lieht, als ein in sieh Widerspruchsvolles zu bezeichnen ist, insofern cs ewige Grenzen zu verschieben sucht. 4. Intime Kenner der tuensi blichen Seele haben es längst hcrnusetnplundcn, wie das (• diihl der Fremdheit, das ttn* beim