Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 7/8 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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170 Aus einem Kommentar zur Mischnah das dieselbe Thora, die;tueh dann, wenn wir uns .anseliicken, in einen Apfel /.U heissen, einen Schluck Wasser zu trinken usw Fürmein der Rerachah reicht, um auch das kleinste, gewöhnlichste, prosaischste zu einem heiligen Erlebnis zu gestalten. 2. .Fs gibt keim• Institution, durch welche unsere grossen Weisen sich so als Väter, Rildner und Frzieher unseres Volkes bewährt und fort und fort wie in lebendiger (iegenwart sich hewähren, all? die Institution dieser ,בלדר. Sie bewirken es, dass der Jude nicht gedankenlos und empfindungslos durch die Welt dahinschreiteU dass nicht erst abgeschlossene Raume der Gotteshäuser von der Wteltsinnlichkeit abzieheu und zu dem I hersinnliehen emporhehen müssen, sic haben es bewirkt und bewirken es. dass die ganze sinnliche Welt mit allen ihren Entwickelungen und Erscheinungen, mit allen ihren Veränderungen und Ereignissen dem Juden ein Tempel der Verherrlichung seines Gottes und eine Eehrkanzcl voller Lehre und Mahnung an seinen Beruf und seine Ptlicht geworden und wird, dass mitten im Verkehr mit seiner Welt er zugleich mit seinem (Sötte verkehrt, dessen Stimme zu ihm spricht nicht, nur aus dem ilrotc und den Genüssen, die sein sinnliches Leben erhalten und versiissen. sondern auch aus allen leuchtenden und schallenden Meteoren des Himmels und der Erde . . . Alles zeigt ihm die! noch waltende und erhaltende Macht, Weisheit uod fiLite des Weltenschöpfers und mahnt ihn. in einer Gottcswelt als (iottes Kind und < iottes Diener seiner l'llicht zu leben, wie er dies in dem בדרך א־־.־ ד׳ זנו gelobt.“ Komm, (■ehrte S. 7ü<) f. דט■: ודמש־נ. I>ie Segenspendc des Regens wir nur dann mit der Keraehah לטיב ללדט־נ hegriisst, wenn sich zwei in den Rositz eines Feldes teilen; עט א־ז־־נ־ די.:, טעדע rerr: *"..•א ־איי״ ליל א־עא לטיב רלדט־נ ■טי: לד־ד, .'הדש,: לאל“,;'• .Fs ist tief bezeichnend, dass hei einem glücklichen Ereignis, das ihn allein betrifft, טללעו*, undnur, wenn das glückliche Ereignis auch andern zu gute kommt. :,־טי: ’לטש gesprochen wird. Ein um dem Geist der jüdischen Lehre na ht veredeltes Gemüt sc hätzt ein ihm gewordenes Glück doppelt hoch, wenn er der einzige ist, der sich dessen zu erfreuen hat. Km jüdischer Geist und ein jüdisches Herz freut sicherst daun eines ihm gewordenen Glückes und blickt dann erst recht zu Gott