Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 5/6 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Ober den Stand des religiösen Lehens in der Berliner jOd. Gemeinde. 137 <lali in Berlin nach d«*m Kri«*ge die jüd. Hausführung zu den allerseltensten Ausnahmen zählen wird. Was endlich ist für die geschehen, die, oh nun ledig oder verheiratet, einfach die materiellen Mittel für die Fristung der jüd. Lebensweise nicht erschwingen konnten V Man sehe, was in andern Gemeinden. die nicht im entferntesten über die Mittel der hiesigen verfügen, nach der Richtung geschehen ist, und man wird wissen, was hier versäumt worden ist. Und dennoch handelt es sich hier um eines der dringendsten Lebensinteressen des Judentums. Her Lauf der Dinge ist doch fast ausnahmslos der folgende: erst wird die jüd. religiöse Hausordnung und Lebensführung aufgegeben, dann veillüchtigt sich nach und nach auch »las Gefühl für das Judentum und jüd. Zusammengehörigkeit, und dann folgt baid das dritte Stadium: Taufe, oder Mischehe, oder beides zugleich. Das alles aber ist die direkte Folge der unwürdigen Stellung, die diese Rabbiner auch in «len Fragen d«־s Kilualwcsens einnehm« n. ln dieser Kigenschalt sind sie Mitglieder der Kaschruthkommission, «he d<T Vorstand zusammensetzt, bei deren Mitgliedern aber <l«*r strengreligiös«• CharakttT nicht von Belang ist. Was von einer solchen Kommission auf «Inn (iebiete <|es Rilualwesens und seiner Flieg«* zu er- Worten ist. das killt sich unschwer ausmalen. Wenn Rabbiner auf 1hr«*m ureigenst«n Gebiete mit.einem so klaffenden Defizit abschm iden, was läUt sich alsdann nb«־h an «lemi S«־it<* für Krslarkung des religiösen L«*bens für Ausbreitung der Thorakenntnis bei jung un«l all erwart« n '.־• Gar nichts. Und diesen ]Erwartungen wulerlahrl auch k«־in«* Krdtäu>chung. Fs hat «laher auch w«׳mg Bedeutung, w«*nn «ler Vorstaml dataul v«*1 weist, •lall hinsiehtheh «l«*r Zahl der Synagogen «lie F.iriläl vollkommen g«־wahrt ist. Di«•־־«* Uehauptung kann nur unter wes■ nllichen Vorbehalten als richtig an«*rkannl w« rd«־u. Do• Synagoge in der Festalo/./istialie hihlcl zunächst nur «•inen l'.isat/ tut <10 bidahin bestand« n«• Veremssynagtig«■ in «I<t 111 mar« kslralie, «10׳ sieb eines r«‘g«*n Zuspru« hs «1׳fr«׳ot halte und w«■leb«• «l«־r Vorstand ohne «•r-