Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 5/6 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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12H Über «las Predigen. התורה, wi»• CK in der Misehcherachfitrmel heisst, weil und wenn er hinnufg«‘gangcn ist /»ווו Leinen zu Kliren (Jettes und zu Klircu der Thora. R. B. Über das Predigen. Von einen! Prediger. Von Predigten und übers Predigen sollte nur Jemand reden, der sich selbst mit diesem zuweilen recht undankbaren Metier befasst. Nur Jemand, der selber regelmässig zu predigen hat, wird über «las Predigen *•ine beachtliche Meinung haben. Nur der berursmässige Prediger wird «lie gross«•!! Sein׳.ierigkeiten ermessen, die zu iibrrwiiuleu sind, soll eine Predigt zustande kommen, di«! wirklich allen Anforderungen einer idealen Predigt entspricht. Der Laie, d. h. in diesem Falle der glückliche Mensch, «!«•r nicht predigen muas, hat zumeist keine blasse Ahnung, mit welch grossem inneren Unbehagen «»ft «ler Prediger, an dessen Predigten er sich erbaut, die Kanzel besteigt und verlässt. Vielfach meint «ler Laie, dass <*r dem Prediger einen grossen <!«•fallen mit seinem aufmerksamen Zuhören und verständnisvollen Kopfnicken erweist, und er ahnt nicht, wie gar oft der Pre«ligcr bei seiner Predigt am liebsten selber einschlafen möchte. Dieser Mangel an innerer Itctriedigung, den der Prediger vielfach über seine eigene Predigt empliinlet, hat verschiedene Ursachen Die Predigt unterscheidet sich von andern Reden vor allem «larin, dass sie an geheiligter Stätte gehalten wird. Sie muss also, wenn sic wirklich gut uml stilgemäss sein soll, in «Ins Milieu der Synagoge hineinpassen. Ks ist aber ungemein schwer, eine Predigt zu halten, die auf den Synagogenbesucher so tief einwirkt un«l ihn so mächtig ergreift, wie «•iu schön vorgetragener