Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- 3/4 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4900572-5964865-5964964--2108-4902617- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
I'lirr den Stand des religiösen Lebens in «Irr H• rliner jud. (icmcindr. HS nachten, in <ler jiid. t’haniika. in der christlichen 1‘ussiniiszeit und Ostern. in der jiid. Arb« und l*essach. in der chri»lliehen Schule ist der Sonnabend ein Werk- und der Sonnt«); der Feiertag. in dir jiid. Schule dagegen liegen di!• Hin);(• genau umgekehrt. (!ewiss. in der\<n11 Vorstände ans all<11׳ Krallen erstrebten allerbesten allrr W’rlten. die gleichzeitig die Welt der konfessionslosen Volksschule sein »•dl, wird aller Wahrseheinhelikeit naeli der Saldiatli als Werk- und der Sonntag als Feiert«•: gelten. Was können wir nun einmal dagegen tun, wenn naeli der hehre dos .liidontiinis liult der nun einmal gegebenen Welt das Siegel tler Vollendung dadureh aufge|11־iigt hat, das» er am Saldi«! Min seinem Seliöplungswerke ruhte und /.um Zeugnisse dessen den >abhat ehen tiir alle Zeit /.um lleiligiiug» und Feiertag eingesetzt hat! Mau komme uns aiieh nicht mit dem F.inwaiidc, dass durch Ücliginnssclitilen für den jiid. Unterricht gesorgt sei. Mau tut diesen Veranstaltungen zu viel Klnc an. wenn mau ihnen den Namen Schulen giebt. Dh• Kinder stehen viel zu kurze Zeit unter ihrem F.inllussc, als dass eine irgend wie nachhaltige erzieherische Kiuwirkling auch möglich wäre. Diese erfahren sie in der elnistlielieii Schule, und die kann und dar( dort naturgemäss nur die christliche »ein. Die Zcrsetzuiigscrsehoinungon, welche wir in dcu erschrecken- len ZitVern der Mischehe und Taufe handgreitlich als Resultat der F.i'ziehuug zu kosten bekommen, die züchtet der Vorstand mit ■!gelier Hand, indem er unsere ,lugend von der /,ältesten Kindheit an den Fiiitlüsscn des Christentums ausliefert. Schon unscie Kindei wissen aus dieser Tatsache die einzig richtigen Folgerungen zu /■ehen. Die christliche Schule ist irr ihren Augen eben die Sehule, die judisehe — das Aschenbrödel. Ordnet der christliche Lehrer tdr die Zeit, in welcher der Religionsunterricht statttiuden soll. •ine Turn-, Sing-, llandarbeits- oder gar (!eng '!,stunde an. so wird selbstredend der ReligioiiMiuterricht vc1»äumt, denn so meinen die Kinder, es i»t •loch nur -- Religion. Diese und andere l m »lande bringen es mit sieh, dass die Absen/en weil zahlreicher »md als die besuchten Stunden und daher die Lrgebnisse dei Rellgiolisschllle gleich, oder SO gilt wie Null. Hei •lle»er Celegellheil gh'iehV.eilig 1111 Weit Übel d'e religiöse 08281127 1