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Jüdische Monatshefte · 1918-01-01 · 10/11 (1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
5 (1918)
Issue
10/11 (1918)
Date
1918-01-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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Religmnslose Klhik '! •i'H ung und unhedingten Verpflichtung /.u erheben. T. Carlvle hat den Versuch, die Sittlichkeit aul das Selbstiutcrcssc 7.11 hauen, durch die heissende l*reisaüfg׳nlie verspottet: ״•befreiten eine Welt voll Schurken; Aufgabe: eine anständige Handln״(: durch ihre \ ereinigten Hcniühungcii“ '). Die religi11״sl״se Kthik kann weder die verpflichtende Kraft der Sittengeset/.c noch ihren Jl’ rsprun erkläret׳« sie kann at׳״r auch keinen unendlichen /.weck ״der Wert einset/.eii und ist daher aiisserstamle, eiu nllgtoncingiiltigcs idierstes l'r1nzi)1 des Lehens /.u gewinnen Mit tintt’hat sie auch die Möglichkeit ein inhaltlich liestininitcs ״bcrslcs ethisches l*riu/.iון. aus dem alle l*tlichtgeb״le abgeleitet werden können, zu geben, preisgcgeben. Alle Versuche, einen Krsalz zu tinden, lialien sich als erfolglos erniesen. Die l״'׳rderung des tIcmei 11 w״h Ies, die Hebung des Tvpus Mensch, die Vermehrung und Verhreitung der Kultur, die Singe für die SeIhst \ ervn11kummnung und Selhstheglück ung. sind sicherlich erstrelienswerte /,wecke. Sie machen aller weder einzeln für sich mich zusammen den letzten /.weck!!der das höchste (int aus und können daher nicht die (Iruudlagc der sittlichen Wcrtlu-stimmungcii und Vcrptliehtungcu sein. Die sittliche Leliensautgalic hegreift sie in sieh, greift aber iilier sie hinaus. \'ersucheu wir nun im Kiu/.elucn nacl17.11 weisen, warum die genannten Ziele nicht als nherste Ziele der Sittlichkeit gelten können. Als hcliehtcstc Itirhtschnur der religinnslnsen Kthik| gilt das (1 e m ei n w 11 h I. Dieser ItegritV erhält seinen Inhalt aus den jeweiligen Hediirfnisseii der (iemeinschafl und ist daher sehwankend, eignet sich daher scluui darum nicht als idierstes ethisches l‘rin/.i|1, das ewig, feststehend und allgemeiiigiiltig sein muss Die Menschheit als sulche existiert doch nur in ihren einzelnen (Hie. dern. das Wohl der Menschheit ist als״ durch das Wohl der ein /.einen Menschen ״der (iesellscl1a.llsklas*rn hedingt und w״ linden wir nur zwei Menschen, die-in dem gleichen Zustand ilj^lieil und Wohl erblicken! ״DasWnhl der׳ Hesellsehati ' wdeh ela'iischei |1•׳ 1 Inum.is ('mixte, S1.1/״l|1111|1׳sclu׳ Sihritnn. 11.111• I II. 1 •••11.11^• 11 |s׳n, S 52. '

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